Borussia Mönchengladbach News: Zwei Trainer im Fokus: Die besondere Brisanz des Rheinderbys

Der eine Krisenclub hat den Trainer bereits gewechselt, beim anderen könnte dies bald passieren. Sowohl für den 1. FC Köln als auch Borussia Mönchengladbach geht es diesmal im Derby um sehr viel.

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Aktuelle News über Borussia Mönchengladbach lesen Sie auf news.de. Bild: picture alliance/dpa | Federico Gambarini

Alleine aus sportlicher Sicht sind beide Clubs zum Siegen verdammt. Selten steckte insbesondere für die beiden Trainer in einem Rheinderby so viel Brisanz wie diesmal. Der Fokus liegt am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) zunächst mal auf Borussia Mönchengladbachs neuem Trainer Alexander Blessin. "Ich freue mich sehr, direkt mit einem Derby zu starten", sagte der neue Coach des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga vor seiner Premiere.

Nach dem schlechtesten Bundesligastart der Borussia überhaupt mit null Punkten und schon 16 Gegentoren aus den ersten vier Spielen soll das Derby beim 1. FC Köln zum "Gamechanger" werden. "Das ist die Möglichkeit, mit einem Spiel wieder sehr viel gutzumachen", sagte Blessin.

Möglichkeit, mit einem Spiel viel zu ändern

Geht das gut, rückt der Fokus freilich rasant auf seinen angeschlagenen Kölner Kollegen René Wagner. Von den Clubbossen bekommt der im Umfeld wenig beliebte 38-Jährige (noch) Rückhalt. "Es bleibt dabei, was ich jüngst gesagt habe: René Wagner genießt unser volles Vertrauen", bestätigte Präsident Jörn Stobbe jüngst dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Das hat einen Grund: Im Sommer hielt Sportchef Thomas Kessler trotz des mauen Saison-Endspurts mit nur sechs Zählern aus sieben Spielen an Wagner fest. Anders als sein Gladbacher Kollege Rouven Schröder will sich Kessler nicht die Blöße geben, einen Fehler einzugestehen und setzt auf das Derby. Gelingt im emotionalsten Spiel des Jahres ein Sieg, würde dies die Stimmung im traditionell unruhigen FC-Umfeld schlagartig verbessern.

Am Niederrhein hatte Schröder schon nach drei Spielen und drei Niederlagen keine Probleme damit, seine Beurteilung aus dem Sommer zu korrigieren und den bereits deutlich angeschlagenen Eugen Polanski doch noch verspätet freizustellen. Nach der vierten Saisonpleite unter Interimscoach Jan-Moritz Lichte beim 3:4 gegen Mainz soll es nun Blessin richten.

Verletzungen erschweren Arbeit auf beiden Seiten

Seine Hauptaufgabe, die bislang katastrophale Defensive zu stabilisieren, wurde in der dreiwöchigen XXL-Länderspielpause erschwert: Alle etatmäßigen Innenverteidiger waren bei ihren Nationalmannschaften. "Ich bin schon froh, dass die Pause endlich vorbei ist", meinte der neue Borussen-Coach, dem auch Verletzungen zu schaffen machen. In Franck Honorat (Muskelverletzung) meldete sich in der Pause ein weiterer Leistungsträger und Stammspieler ab.

Die Misere trifft auch die Kölner und ihren Trainer Wagner. In Thijs Dallinga und Ragnar Ache verletzten sich gleich beide Mittelstürmer während der Länderspielpause. Dallinga riss sich sogar das Kreuzband. "Das sind Verletzungen, die uns natürlich wehtun", sagte Wagner. Wer die beiden Angreifer ersetzt, wollte er noch nicht verraten.

Der 38-Jährige gab sich kämpferisch. "Jeder weiß, was er zu tun hat: Vollgas zum Derbysieg. Und nichts anderes zählt für uns." Wagner stellte klar: "Wir wollen dafür sorgen, dass die Gladbacher bei null Punkten bleiben diese Saison."

Die Hoffnungen ruhen einmal mehr auf Jungstar Said El Mala nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft. Die Vertragsverlängerung des in der Gladbacher Jugend einst aussortierten Dribbelkönigs sorgte im Sommer für eine möglicherweise übertriebene Erwartungshaltung in Köln, die Wagner nun zur Last wird. Mit vier Punkten aus vier Spielen steht der FC eigentlich erwartbar da. Trotzdem rumort es gewaltig bei den Fans, bei denen Wagner kaum Kredit genießt. "Für René ist der FC die erste Station als Cheftrainer, das ist Fakt. Aber ich finde, er meistert diese Aufgabe sehr gut", sagte Kapitän Marvin Schwäbe im "Kicker".

Derby wurde schon Wagner-Vorgänger zum Verhängnis

Offiziell ist das Derby am Sonntag kein Endspiel für Wagner. Sollte dies aber daneben gehen, käme im aufgeregten Köln die übliche Eigendynamik in das Thema. Schon Wagners Vorgänger und damaliger Chef Lukas Kwasniok wurde im März ein Derby zum Verhängnis. Und beim 3:3 damals gab es noch nicht einmal eine Niederlage.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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