Unentschieden in Griechenland: Hellas-Bollwerk hält - Deutschland kann die Griechen nicht knacken

Das Rückspiel in Thessaloniki ähnelt dem 0:1 in Augsburg. Klopps zweiter Kader rennt unermüdlich an, die Griechen verteidigen im tiefen Block. Am Ende steht es 0:0 - ein unbefriedigendes Ergebnis.

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Die griechische Nationalmannschaft stellte ein unüberwindbares Bollwerk dar. (Foto) Suche
Die griechische Nationalmannschaft stellte ein unüberwindbares Bollwerk dar. Bild: picture alliance/dpa | Christian Charisius
  • Die deutsche Nationalmannschaft mühte sich ab, die griechische Verteidigung zu durchlöchern
  • Am Ende missglückte die Mission des Teams und das Spiel endete mit einem Unentschieden
  • Die Defensive der Griechen war unüberwindbar für Klopps unerfahrene Mannschaft

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Die Revanche der Nationalmannschaft ist missglückt - der neue Bundestrainer ist mit seinem Team erfolglos an der Abwehr der Griechen abgeprallt. Nach der 0:1-Klatsche in Augsburg reichte es im schnellen Rückspiel in Thessaloniki nur zu einem torlosen Unentschieden. Zwar zeigte der Bundestrainer sich "sehr zufrieden" über das Ergebnis, und auch Kapitän Florian Wirtz lobt das Spiel trotz Mängeln: "Es war sehr, sehr viel Gutes dabei. Es ist natürlich jetzt nicht alles schlecht." Doch das griechische Bollwerk ließ sich letztlich einfach nicht knacken.

Griechen verpassten um Haaresbreite das Tor - "Weckruf" für die DFB-Elf

Pfiffe und Buhrufe bei der deutschen Nationalhymne setzten gleich eine aggressive Tonlage im Stadion von PAOK Saloniki, das sich allerdings danach nicht als Hexenkessel entpuppte. Die Marschroute von Klopps Elf diesmal nur auf drei Positionen veränderter Startelf ohne Länderspiel-Neuling war klar. Sie hieß: Anknüpfen an das dominante 2:0 gegen Serbien drei Tage zuvor in München.

Da hatte Jonas Urbig im Tor sein Debüt gegeben. Und Bayerns Nummer zwei durfte überraschend erneut ran - und stand dabei sofort im Fokus. Beim ersten griechischen Angriff über die linke Seite kam Giorgos Masouras völlig frei im Strafraum zum Kopfball. Urbig kratzte den Ball mit der Hand von der Linie - ein spektakulärer Reflex (2.). Es war ein Weckruf für Urbigs Vorderleute. 

Außenverteidiger David Raum sowie die Angreifer Lennart Karl und Jonathan Burkardt waren Klopps Neue in der DFB-Elf, die danach das Kommando auf dem Rasen übernahm. Unverändert gelassen hatte der Bundestrainer das gegen die Serben so spielstarke und entscheidende Mittelfeld-Trio mit den beiden Torschützen Tom Bischof und Florian Wirtz sowie Aleksandar Pavlovic.

Kapitän Wirtz geht voran

Der 23-jährige Wirtz führte die DFB-Elf in seinem 48. Länderspiel erstmals als Kapitän an. Und der Spielgestalter des FC Liverpool hatte auch die erste gute Aktion. Sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht (8.). 

Die Griechen, die im vierten Spiel innerhalb von zehn Tagen personell rotierten und unter anderem ohne den Dortmunder Konstantinos Karetsas begannen, verteidigten wieder tief und lauerten auf Konter. Beim 1:0 in Augsburg war die Taktik aufgegangen. 

Klopp tigerte in seiner Coaching Zone umher und sah, wie sich seine unerfahrene Mannschaft abmühte, Löcher in den griechischen Abwehrblock zu fräsen. Eine Freistoßvariante mit einem wuchtigen Schuss von David Raum führte nicht zum Torerfolg (25.). Torwart Kostas Tzolakis riss die Fäuste hoch.

Burkardts Premieren-Tor kassiert der VAR

Sieben Minuten später jubelten Klopp und seine Spieler dann doch - aber nur kurz. Der klasse heraus gespielte erste Länderspieltreffer von Burkardt wurde nach Videobeweis einkassiert, weil Bischof im Mittelfeld vor seinem Pass auf den nicht nur in dieser Szene positiv auffallenden Linksaußen Derry Sherhant der Ball an die Hand gesprungen war. 

Auch ein Volley-Abschluss von Wirtz trudelte in der Nachspielzeit am Tor vorbei. 13:1 Torschüsse für Deutschland hieß es zur Pause - das Ergebnis hieß aber 0:0. 

Die Griechen kehrten mit BVB-Jungstar Kartetsas aus der Kabine zurück. Die Situation war unverändert. Ein Tor musste her. Wirtz bliebder Hauptinitiator. Aber es fehlte die Klarheit und auch die Coolness beim Abschluss wie beim Freiburger Scherhant (65.). Klopp brachte Nick Woltemade und Said El Mala als neue Offensiv-Optionen - die erhoffte Wirkung trat aber nicht ein. 

Es drohte zudem stets der griechische Gegenschlag und Lucky Punch wie im Hinspiel. Urbig strahlte im Tor Sicherheit aus. Wird der 23-Jährige schnell zum Nummer-1-Kandidaten? Die Angst vorm Déjà-vu war beim DFB-Team jedenfalls spürbar. Die Angriffsaktionen der Gastgeber wirkten zielstrebiger, die Abwehr um den Dortmunder Waldemar Anton und Malick Thiaw von Newcastle United war intensiv gefordert. Im Vorwärtsgang verpuffte der deutsche Ballbesitz ohne zwingende Chancen. Philipp Treu schoss aus kurzer Distanz drüber (87.).

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/news.de/dpa

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