Champions League: Demirovic und Undav: Stuttgarts Dampfmacher sind zurück
Ermedin Demirovic zeigt eine historische Torgala, Deniz Undav seine bislang beste Saisonleistung. Der VfB erfreut sich an seinem Kumpel-Duo - und einem spannenden Konkurrenzkampf in der Offensive.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Ermedin Demirovic gab seinem Kumpel Deniz Undav auf dem Platz erst ein Küsschen - und später dann noch ein paar warme Worte mit auf den Weg. "Ich glaube, Deno wird schon immer wieder allen Kritikern den Mund zumachen", sagte der Stürmer des VfB Stuttgart nach seiner Drei-Tore-Gala zum Champions-League-Auftakt. Demirovic und Undav - die Dampfmacher aus Bad Cannstatt sind zurück. Der eine glänzte beim 3:1 gegen Viking Stavanger als Vollstrecker, der andere immerhin wieder als Vorbereiter.
"Ein Tag, den ich in meinem Leben nicht vergessen werde", sagte Demirovic nach seinem historischen Dreierpack gegen den norwegischen Meister. Drei Tore in einem Spiel waren in der Königsklasse zuvor noch keinem VfB-Profi gelungen. Von Trainer Sebastian Hoeneß gab es ein "Riesenlob" für Demirovic.
Von den Teamkollegen ließ sich der 28-Jährige den Ball signieren, den er mit nach Hause nahm. Ein Selfie mit der Man-of-the-Match-Trophäe hatte Demirovic da auch schon längst gemacht. Was für ein Abend.
"Riesenname": VfB-Kapitän Undav polarisiert
Den Stuttgartern dürfte er - trotz diverser Wackler in der Defensive - Mut machen. Für weitere große Champions-League-Auftritte. Und auch für das Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga bei der TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky), das ein ganzes Stück kniffliger werden könnte.
Denn nicht nur die drei Tore von Demirovic waren positive Nachrichten für die Schwaben. Auch Undav überzeugte - wenn auch nicht im Abschluss. "Zwei Tore vorzulegen, ist auch nicht selbstverständlich", sagte Demirovic über seinen Offensivpartner. Der sei nun mal ein "Riesenspieler" und habe einen "Riesennamen". Entsprechend oft werde über ihn geredet. "Macht euch keine Sorgen", meinte Demirovic. Undav werde immer "wichtig bleiben".
Der 30-jährige Undav steht beim VfB schon lange im Fokus - nicht erst, seit er in diesem Sommer die Kapitänsbinde übernommen hat. Der WM-Teilnehmer ist zu einem Gesicht des Vereins geworden, reißt die Massen mit, polarisiert aber eben auch. Vor Demirovic hatte in dieser Woche auch schon Trainer Hoeneß seinen Stürmerstar vehement verteidigt. Gegen Stavanger zeigte Undav am Mittwoch seine bislang beste Saisonleistung. Ist die Formdelle überwunden? Undav habe das Spiel "mitgesteuert", meinte Sportchef Fabian Wohlgemuth.
Konkurrenzkampf geht Demirovic "am Hintern vorbei"
Stuttgarts Offensive ist derzeit ein Dauerthema. Denn neben Demirovic und Undav, den beiden Freunden und Dampfmachern, gibt es da seit dieser Saison ja auch noch Dzenan Pejcinovic. Coach Hoeneß hat eine große Auswahl - und immer wieder schwierige Entscheidungen zu treffen.
Demirovic, um den es im Sommer Wechselgerüchte gegeben hatte, durfte gegen Stavanger erstmals in dieser Spielzeit von Beginn an ran. Es hatte sich schon "etwas angestaut" in ihm, räumte er ein. Auf dem Rasen ließ er es eindrucksvoll wieder raus.
Pejcinovic, vor drei Wochen selbst Dreierpacker beim 4:0 im DFB-Pokal bei Hansa Rostock, war diesmal nur Joker. Ob der Neuzugang aus Wolfsburg seinen Startelfplatz so schnell wieder bekommt? "Mir geht's am Hintern vorbei, wer mein Konkurrent ist oder wie auch immer", sagte Demirovic angesprochen auf den spannenden Rollenkampf im VfB-Angriff. "Ich bin gut mit ihm, bin gut mit jedem in der Mannschaft", erklärte er mit Blick auf Pejcinovic.
"Egal, wer von uns spielt, haben wir richtig Qualität auf dem Platz", sagte Demirovic. Das gelte auch für Undav. Von außen werde gern mal gestichelt, meinte der Nationalstürmer Bosnien-Herzegowinas. Innerhalb der Mannschaft sei davon nichts zu sehen. Da gibt es stattdessen Küsschen und warme Worte.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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