Großer Rausschmiss in der NFL: Das sind die Chancen der verbleibenden Deutschen
So viel deutsche Präsenz gab es zum Saisonstart selten: Amon-Ra St. Brown, Brandon Coleman und Marlin Klein haben es in die aktiven Kader ihrer Teams geschafft. Julius Welschof, Kilian Zierer und Paul Rubelt bleiben über die Practice Squads im NFL-Betrieb.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
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Drei Deutsche haben aktuell einen Platz im 53-Mann-Kader sicher: Amon-Ra St. Brown, Brandon Coleman und Marlin Klein. Julius Welschof, Kilian Zierer und Paul Rubelt bleiben über die Practice Squads dicht an einem NFL-Einsatz dran.
Amon-Ra St. Brown: Der deutsche Superstar muss nichts mehr beweisen
Detroit Lions | Note: 1
Keine Preseason-Snaps? Bei St. Brown ist das eher Auszeichnung als Warnsignal. Die Lions schonten ihren Star-Receiver für die Regular Season. Nach 117 Catches, 1.401 Yards und elf Touchdowns in der vergangenen Saison ist sein Status ohnehin unangreifbar.
Über seine Rolle als Führungsspieler sagte St. Brown: "Obviously it starts with what you do on the field."
Fazit: Deutschlands größter NFL-Star ist längst über jede Kaderdiskussion hinaus.
Marlin Klein sorgt für Aufsehen: Dieser Deutsche ist der Gewinner der Preseason
Houston Texans | Note: 1-
Marlin Klein könnte die Überraschung des Sommers sein. Der Rookie aus Köln nutzte seine Chancen sofort: Gegen die Chargers fing er einen Pass über 31 Yards, gegen Las Vegas folgten drei weitere Catches für 31 Yards.
Texans-Coach DeMeco Ryans schwärmte anschließend: "Marlin, man, he shined early. Like he was ready to play."
OKAY MARLIN‼️
— Houston Texans (@HoustonTexans) August 14, 2026
????: @abc13houston pic.twitter.com/tJ7JZBbIZt
Fazit: Klein hat sich vom deutschen Hoffnungsträger zu einer echten NFL-Option entwickelt.
Brandon Coleman vor großer Chance: Schützt er jetzt Jayden Daniels?
Washington Commanders | Note: 2
Durch die schwere Verletzung von Laremy Tunsil könnte Coleman plötzlich auf einer der wichtigsten Positionen im gesamten Football gefragt sein: Left Tackle.
Offensive Coordinator David Blough lobte, Coleman habe "demonstrated everything that we're looking for to protect that side for us".
Quinn on Brandon Coleman stepping in at LT pic.twitter.com/kfsdyJ5l0S
— Zach Selby (@ZachSelbyWC) August 10, 2026
Fazit: Coleman könnte zum Saisonstart vom Kaderspieler zum Schlüsselmann aufsteigen.
Julius Welschof setzt Ausrufezeichen – und muss trotzdem warten
Pittsburgh Steelers | Practice Squad | Note: 2+
Welschof lieferte ausgerechnet im letzten Preseason-Spiel seine stärkste Vorstellung: drei Tackles, zwei Tackles for Loss und ein Sack gegen Buffalo.
Für den finalen 53er-Kader reichte es dennoch nicht. Über das International Player Pathway bleibt er den Steelers aber erhalten.
Fazit: Sportlich war das ein klarer Schritt nach vorne. Der erste echte NFL-Einsatz rückt näher.
Kilian Zierer und Paul Rubelt: Zwei deutsche Riesen lauern auf ihre Chance
Auch Kilian Zierer bekam bei den Jacksonville Jaguars viel Spielzeit und durfte in der Preseason sogar starten. Für den finalen Kader reichte es zwar nicht, Jacksonville hält ihn aber im Practice Squad.
Ähnlich sieht es bei Paul Rubelt in Tampa Bay aus. Der 2,08-Meter-Tackle spielte gegen Kansas City sämtliche Offensive Snaps. Head Coach Todd Bowles brachte seine Leistung knapp auf den Punkt: Rubelt habe „played his butt off".
Noten: Zierer 3+, Rubelt 2-.
Die deutsche NFL-Bilanz: Mehr als nur St. Brown
Amon-Ra St. Brown bleibt das deutsche Aushängeschild der NFL. Doch dahinter tut sich einiges. Marlin Klein ist die große Überraschung, Brandon Coleman könnte sofort eine wichtige Rolle übernehmen und auch Welschof, Zierer und Rubelt sind weiter nur einen Schritt vom aktiven Spieltagskader entfernt.
mel/news.de
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