DFB-Pokal: "Ein Genuss": Edin Dzeko als Schalker Lebensversicherung

Schalke müht sich im Pokal bei Viertligist Halle weiter. Wenige Tage vor dem Bundesliga-Comeback der Knappen wird klar: Ohne einen 40 Jahre alten Routinier geht es nicht.

Erstellt von - Uhr

Die DFB-Pokal-Trophäe wird beim Finale im Olympiastadion präsentiert. (Foto) Suche
Die DFB-Pokal-Trophäe wird beim Finale im Olympiastadion präsentiert. Bild: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Beeindruckende Präsenz, feiner Torinstinkt, unerschütterliche Ruhe am Ball - Edin Dzeko ist auch mit 40 Jahren der Unterschiedsspieler für den FC Schalke 04. Der Stürmer bewies das beim mühevollen 5:2 in der ersten Pokalrunde beim Viertligisten Halle erneut, war mit zwei Toren und einer Vorlage der Matchwinner des Bundesliga-Aufsteigers.

"Er gibt uns diese Qualität in der Box. Das hat er auch in einem gewissen Alter. Das Positionsspiel, das Kombinationsspiel, den Instinkt - das verlernt man nicht. Wir werden Edin brauchen", sagte Trainer Miron Muslic. Ex-Nationalspieler und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger befand, Dzekos Spiel sein "ein Genuss" gewesen. Dass Schalke den Bosnier mehr braucht als vielleicht gedacht, bewies das unnötigerweise erst in der Verlängerung entschiedene Spiel.

Wende mit Gosens und Dzeko

Bereits nach 64 Minuten brachte Muslic den Angreifer, der vor dem Bundesliga-Comeback in Augsburg am Sonntag eigentlich nur für eine Viertelstunde eingeplant war. Am Ende stand Dzeko dann eine Stunde auf dem Platz. "Edin hat eine unfassbare Präsenz. Das kannst du nicht lernen. Das macht auch die jahrelange Erfahrung", sagte Ex-Nationalspieler Robin Gosens, der zusammen mit dem Sturm-Routinier kurz nach Schalkes Ausgleich eingewechselt worden war.

Gosens betonte zwar, dass es den anderen Offensivkräften nicht gerecht werde, wenn man Schalke eine gewisse Abhängigkeit von Dzeko unterstellt. Auf dem Papier hat der 32-Jährige auch recht, schließlich trafen Moussa Sylla und Junior Adamu ebenfalls - allerdings erst nach Dzekos Einwechslung und dank seiner Vorarbeit. Der 1,93 Meter große Sturmführer mag nicht mehr den schnellsten Antritt haben, macht dies jedoch durch Übersicht und geschickte Positionierung wett.

In Schalkes Offensive lief über weite Strecken wenig zusammen. Zwar bestimmte man das Spiel, doch klare Chancen blieben aus. "Gegen einen Viertligisten sollten wir ein paar Tore mehr schießen", sagte Torwart Loris Karius und meinte damit wohl vor allem die reguläre Spielzeit. "Wir hatten zu viele Chancen, wo wir den Torwart nicht vor schwere Aufgaben gestellt haben."

Der Schalke-Weg

Trainer Muslic kommentierte den Pokal-Fight mit einer gewissen Gelassenheit. "Wir haben den schwierigen Weg gewählt, den Schalke-Weg. Das sind wir gewohnt", sagte der 43-Jährige. Dass seine Mannschaft 120 Minuten benötigte, nahm Muslic unbeeindruckt hin. So eine Pokal-Dynamik könne eben entstehen. Das sei nicht so tragisch.

Kurz nach Mitternacht hob der Schalke-Flieger in Richtung Heimat ab, spätestens von da an galt der Fokus bereits dem Spiel in Augsburg. Was nimmt das Team mit für den Sonntag? "Die Tatsache, dass wir in der Lage sind, zu jedem Zeitpunkt Tore zu schießen", sagte Gosens. Das gebe der Mannschaft Vertrauen in die eigene Qualität. Zumal ihm und seinen Mitspielern zuletzt in den Tests gegen Real Madrid und Atalanta Bergamo kein Tor gelang.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Noch mehr spannende Fußball-Nachrichten lesen Sie hier:

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.