Fußball-WM: Falkland-Provokation: London erwartet FIFA-Untersuchung

Vor über 40 Jahren trugen Großbritannien und Argentinien einen bewaffneten Konflikt über die Falkland-Inseln aus. Der Streit um die Inselgruppe wirkt bis heute nach - auch auf dem Fußballfeld.

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Die britische Regierung erwartet vom Fußball-Weltverband FIFA eine Untersuchung zu der Provokation mit einem politischen Banner nach dem Halbfinal-Aus der englischen Nationalelf gegen Argentinien.

Die Spieler des südamerikanischen Landes hatten nach ihrem 2:1-Triumph über die "Three Lions" in der US-Metropole Atlanta ein Banner mit der Aufschrift "Las Malvinas son Argentinas" ("Die Falkland-Inseln sind argentinisch") auf dem Platz gezeigt.

"Wir erwarten von der FIFA, dass sie das untersuchen", sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle im BBC-Fernsehen. Politik müsse aus dem Fußball herausgehalten werden, so der Minister weiter.

Bewaffneter Konflikt um Überseegebiet

Die FIFA verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Bislang äußerte sich die FIFA nicht zu dem Vorfall.

Großbritannien und Argentinien hatten im Falkland-Krieg 1982 einen bewaffneten Konflikt über die Kontrolle der Inselgruppe im Südatlantik ausgetragen mit Hunderten Toten. Dem britischen Militär gelang es damals, die argentinischen Angreifer von dem dünn besiedelten Überseegebiet zu vertreiben. Die Niederlage beschleunigte den Fall der Militärregierung in dem Land. Doch bis heute hat Buenos Aires hat seine Ansprüche auf die in Argentinien als Las Malvinas bezeichnete Inselgruppe nicht aufgegeben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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