Fußball-WM: Falkland-Veteranen melden sich vor Argentinien-England

Das WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien hat wegen des Falklandkrieges 1982 mehr als eine große sportliche Dimension.

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Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

Argentinische Veteranen des Falklandkrieges haben sich vor dem hochbrisanten WM-Halbfinale gegen England zu Wort gemeldet. "Sport ist kein Krieg: Das Halbfinalspiel ist ein Sportereignis von weltweiter Tragweite, keine bewaffnete Revanche und keine historische Kompensation", hieß es in einem Brief des Verbandes der Kriegsveteranen "2. April" vor dem Spiel des Titelverteidigers aus Südamerika gegen das Fußball-Mutterland an diesem Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/MagentaTV und ARD) in Atlanta.

Am 2. April 1982 hatte der Krieg um die Falklandinseln, die im argentinischen Sprachgebrauch nur als Malvinas bezeichnet werden, mit der Besetzung durch argentinische Soldaten begonnen. Knapp 1000 Soldaten hatten in der militärischen Auseinandersetzung über mehr als 70 Tage ihr Leben gelassen, fast zwei Drittel davon waren Argentinier gewesen.

Die Inselgruppe liegt im südlichen Atlantik und ist seit 1833 ein britisches Überseegebiet. Argentinien begründet seinen Anspruch aber mit der Rechtsnachfolge eines früheren spanischen Kolonialreiches.

Argentinien beharrt weiter auf seinem Anspruch

Souveränität werde auf internationalen Foren verteidigt - mit Diplomatie, historischer Wahrheit und dem friedlichen und unverzichtbaren Anspruch, den die Verfassung vorschreibe, hieß es weiter in dem Schreiben der Kriegsveteranen, aus dem argentinische Medien berichteten.

Nach der Kapitulation der Argentinier nahmen beide Länder erst sieben Jahre später wieder diplomatische Beziehungen auf, gelöst ist der Souveränitätsstreit jedoch bis heute nicht. Großbritannien lehnt jede Verhandlung darüber ab, Argentinien beharrt auf seinem Anspruch auf die Malvinas. Das machten auch die Kriegsveteranen deutlich: "Möge der Fußball eine Brücke sein, um die Malvinas-Frage zu thematisieren und die Welt daran zu erinnern, dass unser Anspruch nach wie vor aktueller denn je ist."

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hatte bereits betont: "Meine Botschaft: Es ist ein Fußballspiel, nichts anderes."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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