Fußball-WM: Haaland: "Die geilsten sechs Wochen meines Lebens"
Das WM-Aus ist bitter für Erling Haaland und seine Norweger. Nach der knappen Niederlage gegen England zeigt sich der Superstar trotzdem reflektiert - und stolz.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Enttäuschung über das knappe WM-Aus gegen England stand Norwegens Superstar Erling Haaland ins Gesicht geschrieben - trotzdem kann der Ex-Dortmunder positiv auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückblicken. "Das sind die geilsten sechs Wochen gewesen, die ich vielleicht in meinem ganzen Leben gehabt habe. Das war völlig surreal", sagte der 25-Jährige nach Abpfiff.
Es sei schwierig, kurz nach dem Ausscheiden darüber zu sprechen, weil er ziemlich niedergeschlagen sei, sagte Haaland. "Aber diese mehr als 40 Tage sind so schnell vergangen. Das ist eine Erinnerung fürs Leben."
"Norwegen auf die Fußball-Karte gebracht"
Norwegen war zuvor im WM-Viertelfinale knapp mit 1:2 nach Verlängerung an England gescheitert. Haaland war ausnahmsweise torlos geblieben, während sein früherer Dortmunder Kollege Jude Bellingham zweimal für die Three Lions getroffen hatte. "Er ist einer der besten der Welt. England kann sich glücklich schätzen, denn jeder möchte einen wie ihn in der Mannschaft haben", sagte Haaland nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB über Bellingham.
Was für Haaland nach dem WM-Aus bleibt, sind die Emotionen, die sein Team bei seinen im Kollektiv rudernden Landsleuten ausgelöst hat. "Wir haben Norwegen auf die Fußball-Karte gebracht, und das bewegt mich am meisten", sagte er demnach. "Ich denke an die Menschen zu Hause und was ihnen das bedeutet. Das hat Norwegen verändert, und ich glaube, das hat auch mich verändert."
Norwegens "schmerzhafteste Niederlage"
Nun herrscht bei den Skandinaviern vorerst Enttäuschung. Besonders eine Szene vor dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich durch Bellingham wurde am Folgetag vehement im Land diskutiert: TV-Bilder ließen vermuten, dass der Ball vor dem Tor ein in der Luft gespanntes Kabel berührt und dadurch seine Richtung verändert hatte. Die Norweger beklagten sich, die FIFA wies die Kritik zurück.
Die norwegische Gemütslage versuchte der führende schwedische Fußballjournalist Erik Niva in Worte zu fassen. "Das größte Spiel des norwegischen Fußballs. Die Mondlandung des norwegischen Fußballs, die mit der schmerzhaftesten Niederlage des norwegischen Fußballs endete", schrieb Niva in Kommentaren für das schwedische "Aftonbladet" und die norwegische "Verdens Gang".
Neben allem Frust herrschte bei vielen Norwegern - wie bei Haaland - auch Stolz. "Danke für viele Wochen mit großen Erlebnissen, Spielen auf Weltklasseniveau, brillanten Leistungen und schönen Toren", schrieb Ministerpräsident Jonas Gahr Støre auf Facebook. "Das wird noch Generationen in Erinnerung bleiben."
Einladung ins Königsschloss
Auf Haaland und seine Teamkollegen wartet nun ein Treffen mit dem obersten Norweger: Wie der norwegische Fußballverband NFF der "VG" bestätigte, hat der sportbegeisterte König Harald V. den Kader ins Osloer Königsschloss eingeladen. Demnach wird die Mannschaft am Montagvormittag zurück in Oslo erwartet. Wann genau der Termin beim König ansteht, ist noch unklar. Voraussichtlich soll er im Vorfeld eines Empfangs auf dem Rathausplatz stattfinden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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