Fußball-WM: Rassismus-Eklat: Paraguays Senatorin beklagt Hackerangriff

Ihre rassistischen Beleidigungen gegen Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappé haben die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla weltweit bekannt gemacht. Nun wähnt sie sich als Opfer von Hackern.

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Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. (Foto) Suche
Der offizielle Ball zum FIFA World Cup 2026. Bild: Adobe Stock / U. J. Alexander

Nach ihren rassistischen Beleidigungen gegen Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappé hat die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia einen möglichen Hackerangriff auf ihr Instagram-Konto gemeldet. "Ich möchte mitteilen, dass mein Instagram-Konto möglicherweise (...) gehackt wurde", schrieb die Politikerin am Donnerstag auf X. Sie übernehme von daher keine Verantwortung für Beiträge, die von da an veröffentlicht wurden. Heute erklärte sie, sie habe den Zugang zu ihrem Konto wiedererlangt.

An ihren Äußerungen ändert das jedoch nichts: Die gegen den französischen Nationalspieler gerichteten Beiträge waren bereits vor dem angeblichen Angriff veröffentlicht worden.

Senatorin: "Kolonisierter Kameruner"

Die Senatorin hatte einen Tag nach Paraguays WM-Aus im Achtelfinale gegen Frankreich (4. Juli) den Stürmer unter anderem als einen "kolonisierten Kameruner" bezeichnet, der den harten Franzosen spiele, "voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich" sei. Frankreichs Fußballverband erstattete daraufhin Anzeige gegen die Politikerin.

Auch danach setzte Amarilla ihre Angriffe fort. Während einer Sitzung des paraguayischen Senats bezeichnete sie Mbappé als "Hurensohn". Anlass war, dass dieser Paraguays Nationaltorwart Orlando Gill einen Handschlag verweigert hatte.

Mbappé-Puppe verbrannt

Für zusätzliche Empörung sorgte zuletzt auch ein Video aus Asunción, das die Verbrennung einer Stoffpuppe mit Mbappés Namen zeigt. Die Aufnahme entstand bei einem traditionellen Johannisfest in Paraguay. Beim Brauch "Judas kái" werden jedes Jahr symbolisch Puppen verbrannt, die besonders unbeliebte Personen darstellen. In Frankreich stießen die Bilder auf scharfe Kritik. In sozialen Netzwerken zogen Nutzer Vergleiche mit rassistischen Praktiken des Ku-Klux-Klans.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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