Deutschland verliert gegen Ecuador: "Peinliche Leistung!" Wut auf Neuer und Nagelsmann nach DFB-Pleite
Nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel werden die Zweifel an den Weltmeisterambitionen der DFB-Elf immer lauter. Im Zentrum der Kritik stehen insbesondere Trainer Julian Nagelsmann und Torwart Manuel Neuer. Einige Fans gehen mit dem deutschen Team jedoch viel zu hart ins Gericht. Ein Kommentar.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Deutsche Fans wütend nach 1:2-Pleite gegen Ecuador bei der Fußball-WM
- Scharfe Kritik an Julian Nagelsmann und Manuel Neuer nach Patzer
- Kommentar: Rücktrittsforderungen gehen zu weit
Kurz vor Mitternacht stand es fest: Deutschland wird die Fußball-WM 2026 nicht ohne Niederlage beenden. Im letzten Gruppenspiel setzte es eine peinliche 1:2-Pleite gegen Ecuador. Obwohl die DFB-Elf bereits zuvor gegen Curaçao und die Elfenbeinküste das Weiterkommen in die K.-o.-Phase gesichert hatte, hagelte es Spott von der internationalen Presse und in den sozialen Medien. Einige Kommentatoren zweifelten sogar schon daran, ob Bundestrainer Julian Nagelsmann noch der Richtige für die Mission "Weltmeisterschaft gewinnen" ist. Doch ist das wirklich gerechtfertigt?
Fans wütend nach Niederlage von Deutschland gegen Ecuador bei der Fußball-WM 2026
Bis auf zwei verletzungsbedingte Ausnahmen in der Abwehr hielt Nagelsmann gegen Ecuador an seiner Startelf aus den ersten beiden Vorrundenspielen fest. Auch Stürmer Deniz Undav, der beide Treffer gegen die Elfenbeinküste erzielt hatte, wurde erneut erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Dabei hatten viele Fans seinen Einsatz von Beginn an gefordert. Undav blieb gegen Ecuador erfolglos. Trotz des frühen Führungstors durch Leroy Sané in der zweiten Minute zeigte die DFB-Elf über weite Strecken der Partie keine gute Leistung. Torwart Manuel Neuer, der bei dieser WM sein nicht unumstrittenes Comeback feierte, sah beim Siegtreffer von Ecuadors Plata nicht gut aus.
Julian Nagelsmann und Manuel Neuer nach schwacher Leistung der DFB-Elf heftig attackiert
Besonders die deutsche Nummer 1 sowie Trainer Nagelsmann bekamen auf der Plattform X (vormals Twitter) ihr Fett weg. Kommentare lauteten etwa:
- "Warum nur haben sich Manuel #Neuer und #Nagelsmann das angetan? Noch ein Patzer und der Ruf des einstmals besten Torhüter der Welt nimmt Schaden an. Abgesehen davon hilft es nicht unserer Mannschaft", schreibt ein Nutzer.
- "Deutschlands eigentliches schwächstes Glied ist Manuel Neuer. Ihn in der Startelf zu belassen, würde die Chancen Deutschlands, Spiele in der K.-o.-Runde zu gewinnen, erheblich schmälern. Sehr enttäuschend", so eine weitere Meinung.
- "Peinliche Leistung von Deutschland! Wir deutschen Fans warten geduldig auf einen deutschen Sieg, und das ist es, was wir bekommen? In den ersten beiden Spielen waren sie überragend, aber in diesem hier sind sie völlig eingebrochen! David Raum!! Was für ein Totalausfall!! Und Manuel Neuer ruiniert buchstäblich sein Vermächtnis!!", heißt es außerdem.
- "Mit Nagelsmann ist es jetzt schon wie in der Endphase von Löw. Allerdings hat der sich die katastrophale Endphase noch viele Jahre bezahlen lassen. Geht das jetzt wieder so?", rechnet ein anderer Fan mit dem Bundestrainer ab.
- "Ich bin dabei, sehe es aber fast positiv, denn dann ist vielleicht endlich Nagelsmann weg. So arrogant und dann noch keinen Plan haben. Und die Rückkehr von Neuer war der größte Mist, wie man sieht", lautet eine weitere Kritik.
- "Die deutsche Mannschaft hat null Aggressivität. Dies liegt am Trainer und der Ansprache. Wenn ich zurückblicke, wie die Mannschaften von Klopp sich zerrissen haben und wie die Laptop-Mannschaften von Nagelsmann spielen bzw. gespielt haben dann kann es nur eine Lösung geben", so noch ein Kommentar.
Währenddessen wies Manuel Neuer die Schuld am Gegentor zum 1:2 zurück. Auch Nagelsmann reagierte patzig auf den Vorwurf von MagentaTV-Moderator Johannes B. Kerner, Ecuador habe den Sieg ein bisschen mehr gewollt. "Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?", antwortete der Fußball-Bundestrainer auf die Frage, ob der deutschen Mannschaft angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs das letzte Engagement gefehlt habe.
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Überzogene Kritik - Deutschland kann immer noch Weltmeister werden
Kritik am schwachen Auftritt der DFB-Elf gegen Ecuador ist zwar berechtigt, doch nach diesem Spiel gleich die Trainerfrage zu stellen, führt definitiv zu weit. Elf Spiele in Folge hatte Deutschland zuvor unter Nagelsmann gewonnen. Ecuador wurde vor dem Turnier sogar von manchen Experten als Geheimfavorit gehandelt. Ein ähnlich chancenloser Gegner wie Curacao, das mit 7:1 vom Platz gefegt wurde, war von vornherein nicht zu erwarten. Die Südamerikaner brauchten unbedingt einen Sieg, um noch ins Sechzehntelfinale einzuziehen. Obwohl es keiner öffentlich zugeben mag, ging es für die DFB-Jungs wohl auch darum, ein paar Kräfte für die K.-o.-Runde zu sparen.
Das Spiel sollte nun als Warnschuss dienen, dass für den WM-Titel eine gehörige Leistungssteigerung her muss. Ältere werden sich jedoch erinnern, dass auch beim letzten großen Triumph 2014 nicht immer alles glattlief. Im Achtelfinale mühte sich Deutschland damals gegen Außenseiter Algerien, erst in der Verlängerung gewann man schließlich mit 2:1. Der Rest ist Geschichte. Hoffen wir, dass sie sich in ähnlicher Form wiederholt.
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gom/bos/news.de/dpa
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