Fußball-WM: Nach diskriminierender Aussage: Van der Vaart bleibt im TV

Trotz seiner diskriminierenden Aussage über japanische Spieler darf Rafael van der Vaart als Experte im niederländischen TV weitermachen. Das hat der Sender nun bestätigt.

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Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. (Foto) Suche
Die Maskottchen der Fußball-WM 2026: Maple, der Elch, für Kanada, Zayu, der Jaguar, für Mexiko, und Clutch, der Adler, für die USA. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Sam Corum

Seine diskriminierende Aussage über Japans Fußballer hat für Rafael van der Vaart keine Auswirkungen auf seine Tätigkeit als TV-Experte. Der ehemalige Oranje-Spieler werde auch beim kommenden WM-Spiel der Niederlande am Samstag (19.00 Uhr MESZ) in Houston gegen Schweden wieder das Geschehen für die Sendung "NOS WK avond" analysieren, teilte ein Sprecher des Senders NOS auf Anfrage der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit.

Der 43 Jahre alte van der Vaart hatte beim 2:2 zwischen den Niederlanden und Japan gesagt, die japanischen Spieler würden alle ähnlich aussehen. Damit hatte er versucht zu erklären, warum die Abwehr der Niederländer den Japaner Daichi Kamada beim späten Ausgleich aus den Augen verloren hatte. Direkt nach der Aussage hatte van der Vaart gesagt, dies sei ein Witz gewesen.

Später hatte der frühere HSV-Profi um Entschuldigung gebeten. Zugleich erklärte er, dass "keine rassistische oder diskriminierende Absicht" hinter seinen Aussagen gesteckt habe, wie aus einem Statement hervorging, über das "The Athletic" berichtete.

Organisation: "Zutiefst enttäuschend"

Nach dem Vorfall hatte es Kritik gegeben. Die britische Anti-Diskriminierungs-Organisation "Kick It Out" erklärte bei "The Athletic": "Es ist zutiefst enttäuschend zu hören, wie ehemalige Spieler rassistische Stereotype über die japanische Mannschaft verbreiten und dann noch nachlegen, indem sie versuchen, die Kommentare als Witz zu verteidigen."

Er habe "nie jemanden beleidigen, verletzen oder diskriminieren" wollen, sagte van der Vaart. "Ich verstehe, dass einige Leute meine Aussagen verletzend fanden. Das bedauere ich zutiefst. Wenn ich damit Menschen enttäuscht habe, biete ich meine Entschuldigung an."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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