Fußball-WM: Greenpeace attackiert Infantinos WM-Reisepläne im Privatjet

Tausende Kilometer im Privatjet: Greenpeace wirft Gianni Infantino vor, bei der WM mit seinen Reiseplänen massiv das Klima zu schädigen. Wie die FIFA darauf reagiert.

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Aktuelle Fußball-Nachrichten lesen Sie hier auf news.de. Bild: picture alliance/dpa | David Inderlied

Die Umweltorganisation Greenpeace hat FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) für seine Pläne kritisiert, bei der Fußball-WM täglich zwei Spiele zu besuchen. "Dass Funktionäre täglich in extrem klimaschädlichen Privatjets fliegen, vermittelt nicht gerade den Eindruck, dass die FIFA die Ursachen des Klimawandels oder ihre eigene Verantwortung, Teil der Lösung zu sein, erkannt hat", sagte John Hocevar von Greenpeace USA "The Athletic".

Tausende Kilometer Entfernung zwischen den WM-Stadien

Sowohl das Portal als auch die englische Tageszeitung "The Guardian" berichten unter Bezug auf nicht näher genannte FIFA-Quellen, dass Infantino zwei Begegnungen pro Tag sehen möchte und dafür auch einen von Sponsor Qatar Airways zur Verfügung gestellten Privatjet nutzt. Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko mit insgesamt 104 Begegnungen sind enorme Distanzen zu überwinden, um diese Bestrebungen in die Tat umzusetzen.

Bei der WM vor vier Jahren in Katar war Infantino noch bei allen 64 Spielen anwesend, die größte Entfernung zwischen den Stadien betrug allerdings nur rund 75 Kilometer. Dieses Mal sind es bei 16 Stadien in drei Ländern bis zu etwa 4.500 Kilometer.

Aufgrund der enormen Entfernungen hat das New Weather Institute diese WM bereits als "die Veranstaltung mit der höchsten Umweltbelastung jemals" bezeichnet und schätzt, dass sie rund 9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent verursachen wird. Der Flugverkehr sei für etwa 7,7 Millionen Tonnen dieses geschätzten CO₂-Ausstoßes verantwortlich – mehr als das Vierfache des Durchschnitts der Weltmeisterschaften im Zeitraum von 2010 bis 2022.

FIFA: Auch Linienflüge werden genutzt

In einer Stellungnahme der FIFA an "The Athletic" hieß es: "Wie wir stets betont haben, hat die FIFA Regeln aufgestellt, die den Rahmen für Flüge und Reisen aller FIFA-Funktionäre festlegen." Demnach reise der FIFA-Präsident "regelmäßig gemeinsam mit den zuständigen Funktionären zu geschäftlichen und turnierbezogenen Anlässen und ist bestrebt, die FIFA-Mitgliedsverbände zu besuchen, wann immer es ihm möglich ist", schrieb der Weltverband weiter.

Laut FIFA erfolgen die Reisen aber nicht nur mit Charterflügen in Privatjets, sondern auch mit regulären Linienflügen. "Je nachdem, welche Option unter den jeweiligen Umständen effizienter und kostengünstiger ist. Die FIFA kommt für die Reisekosten auf", hieß es.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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