Biathlon 2026: Ex-Bundestrainer übernimmt Norwegens Biathletinnen

Comeback in der Heimat: Nach einer Krebsdiagnose und dem Aus in Deutschland übernimmt Sverre Olsbu Röiseland Norwegens Biathletinnen – mit großen Zielen.

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Ein Biathlet beim Training (Symbolbild). (Foto) Suche
Ein Biathlet beim Training (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa | Martin Schutt

Nach seinem Aus beim Deutschen Skiverband wird Sverre Olsbu Röiseland neuer Cheftrainer der norwegischen Biathletinnen. Die Verpflichtung des 35-Jährigen verkündete der norwegische Verband. Röiseland hatte bis zum Ende des abgelaufenen Winters vier Jahre lange die deutschen Frauen betreut.

Direkt nach dem Weltcupfinale im März in Oslo verkündete der DSV, dass die bisherige Zusammenarbeit mit Röiseland und dem zweiten Coach, Kristian Mehringer, endet. Mehringer bekommt eine neue Position im Verband. Wer die deutschen Biathletinnen künftig trainiert, ist bislang nicht bekannt.

Röiseland bildet ab 1. Mai in seiner Heimat gemeinsam mit Marthe Kristoffersen das neue Trainerteam. Im Fokus steht die Vorbereitung auf die Heim-WM 2029 am Holmenkollen sowie die Olympischen Winterspiele ein Jahr später in Frankreich.

Norwegens Frauen suchen nach der Form vergangener Tage. Seit Röiselands Ehefrau Marte Olsbu Röiseland 2023 nach 13 WM-Titeln und drei olympischen Goldmedaillen zurückgetreten war, fehlt es an der alten Dominanz.

Zweites Kind und Schock durch Krebsdiagnose

Die Röiselands erwarten im Herbst ihr zweites Kind, auch deswegen wollte der Trainer zurück nach Norwegen. Zudem war der Coach kurz nach den Winterspielen in Italien im Februar von einer Krebsdiagnose geschockt worden. Bei ihm wurde Hodenkrebs festgestellt, der sofort einen Eingriff nötig machte. "Die Operation verlief sehr gut, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass der Krebs gestreut hat", hatte Röiseland im März geschrieben.

Die deutschen Skijägerinnen hatten unter Führung von Röiseland und Mehringer zuletzt enttäuscht. Bei Olympia gab es weder in den Individualwettbewerben noch mit den Staffeln eine Medaille. Franziska Preuß hatte als Dritte in Tschechien den einzigen Podestplatz im Weltcup geholt. Die 32-Jährige beendete nach Olympia bereits ihre Karriere, eine Nachfolgerin ist nicht in Sicht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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