Biathlon 2026: Eisenbichler wird erneut deutscher Biathlon-Sportdirektor

Nach enttäuschenden Olympischen Winterspielen wird die Position des Biathlon-Sportdirektors neu besetzt. Warum der Deutsche Skiverband dabei einem alten Bekannten vertraut.

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Der Schatten von Biathlet Anton Vidmar ist während der Biathlon-Weltmeisterschaft auf dem Schnee zu sehen (Symbolbild). (Foto) Suche
Der Schatten von Biathlet Anton Vidmar ist während der Biathlon-Weltmeisterschaft auf dem Schnee zu sehen (Symbolbild). Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller

Bernd Eisenbichler kehrt als Biathlon-Sportdirektor zum Deutschen Skiverband zurück und soll das Team nach der schwachen Olympia-Saison wieder zu Erfolgen führen. Wie der DSV mitteilte, übernimmt der 50-Jährige ab dem 1. Mai die Nachfolge von Felix Bitterling, der wie schon im Dezember angekündigt zum Weltverband IBU geht.

Für Eisenbichler wird es die zweite Amtszeit. Schon von 2019 bis 2022 war er für die deutschen Biathletinnen und Biathleten verantwortlich, ehe er eine leitende Position in der Sportartikelbranche übernahm.

Mehrere Kandidaten - aber Eisenbichler überzeugte

Laut DSV-Sportvorstand Andreas Schlütter wurden vor der Besetzung der wichtigen Position "zahlreiche Gespräche geführt". Demnach habe man mehreren Personen die Aufgabe zugetraut. Am Ende habe das Gesamtkonzept von Eisenbichler am meisten überzeugt, sagte Schlütter: "Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben."

Erste Gespräche zur Übergabe von Bitterling an Eisenbichler haben bereits stattgefunden. "Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen, damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben", sagte Eisenbichler.

Sportlicher Tiefpunkt: Viel Arbeit für Sportdirektor

Auf den neuen Sportdirektor wartet viel Arbeit. Nach dem Karriereende von Franziska Preuß fehlt dem Team die sportliche Führungsfigur. Nach dem schlechtesten Olympia-Ergebnis seit der Wiedervereinigung mit nur einer Bronzemedaille bei den Winterspielen im Februar in Italien wurde ein Tiefpunkt erreicht. Die einst so erfolgsverwöhnten deutschen Skijäger haben den Anschluss an die Topnationen Frankreich und Norwegen verloren. Daran ändern auch insgesamt vier vierte Plätze bei Olympia nichts.

"Wenn man die grundsätzlich positive Entwicklung der vergangenen drei Jahre betrachtet, müssen wir selbstkritisch sagen, dass wir mit dem Verlauf dieses Winters insgesamt nicht zufrieden sein können", sagte auch DSV-Vorstand Schlütter: "Gleichzeitig sind wir uns einig, dass in den vergangenen Jahren viele wichtige Prozesse angestoßen wurden, die aus unserer Sicht in die richtige Richtung weisen. Auch wenn ihre Wirkung teilweise noch Zeit braucht."

Bitterling kehrt nach dieser Saison auf eigenen Wunsch zur Internationalen Biathlon Union zurück, für die er schon in der Vergangenheit gearbeitet hatte. Beim Weltverband übernimmt der Bayer die Leitung einer neu geschaffenen Marketingabteilung. Seit April 2022 hatte er als Sportdirektor beim DSV viele Veränderungen unter anderem in der Trainerausbildung und der Entwicklung junger Sportlerinnen und Sportler angeschoben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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