Ukaleq Slettemark: "Totaler Idiot!" Grönländische Olympia-Athletin attackiert Trump
Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele eskaliert der Ton: Eine Biathletin aus Grönland beschimpft Donald Trump öffentlich und vergleicht ihn mit Wladimir Putin. Ihre Worte sorgen für politische Spannung und versetzen ihre Familie in Angst.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Harte Worte: Grönländische Athletin nennt Trump "totalen Idioten"
- Politische Forderung: Olympia-Ausschluss für US-Sportler ins Spiel gebracht
- Persönliche Folgen: Familie lebt seitdem in Angst
Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Norditalien sorgt eine Athletin aus Grönland für politischen Wirbel. Die Biathletin Ukaleq Slettemark (24) hat US-Präsident Donald Trump (79) in deutlichen Worten attackiert und ihn als "totalen Idioten" bezeichnet. Im Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" ging die Sportlerin noch weiter und stellte Trump auf eine Stufe mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. "Trump ist so verrückt wie Putin, man weiß nie, ob seine Drohungen Provokationen sind oder ob er es ernst meint", erklärte Slettemark. Hintergrund ihrer scharfen Kritik sind Trumps wiederholte Forderungen nach einer Übernahme der arktischen Insel durch die USA.
Ukaleq Slettemark schießt gegen Donald Trump - Olympia-Ausschluss für US-Athleten gefordert
Die Grönländerin macht sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Heimat. Viele Bewohner der arktischen Insel fürchten, gegen ihren Willen von den USA vereinnahmt zu werden – obwohl Trump mittlerweile öffentlich einen Militäreinsatz ausgeschlossen hat. Grönland gehört als autonomes Gebiet zum Königreich Dänemark. "Ich fahre Ski und schieße mit Platzpatronen, aber wie kann ich diejenigen ignorieren, die mit so explosiven Ideen spielen und sich darauf vorbereiten, mit echten Kugeln zu schießen?", fragte Slettemark. Sollten die USA jemals wie Russland mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine vorgehen, müssten amerikanische Sportler ihrer Meinung nach von Olympia ausgeschlossen werden. "Es ist noch nichts passiert, aber wenn es passieren sollte, wäre ich dafür. Das ist das Richtige", betonte die 24-Jährige.
Nach Attacke auf Trump: Familie der Biathletin lebt in Angst
Ihre offenen Worte haben für Slettemark und ihre Angehörigen schwerwiegende Folgen. "Seit ich diese Dinge gesagt habe, schläft meine Tante nicht mehr", berichtete die Biathletin. Besonders emotional wurde es bei den Qualifikationswettkämpfen: Ihre Mutter weinte auf der Tribüne vor Angst, als sie ihre Tochter im Stadion sah. "Es ist wirklich hart und wir haben alle große Angst", schilderte Slettemark die belastende Situation ihrer Familie. Der Preis für ihre politischen Äußerungen gegen den mächtigsten Mann der Welt wiegt schwer – doch die 24-Jährige lässt sich davon nicht zum Schweigen bringen.
Dänemark als "sicherer Hafen"
Bei den am Sonntag startenden Biathlon-Wettbewerben wird Slettemark gemeinsam mit ihrem Bruder Sondre (21) für Dänemark antreten. Grönland verfügt über kein eigenes Olympisches Komitee, weshalb die Geschwister unter dänischer Flagge starten. Für die 24-Jährige ist dieser Umstand mehr als nur eine formale Notwendigkeit – es ist ein bewusstes Statement. "Die Dänen sind unser sicherer Hafen geworden", erklärte Slettemark. Der gemeinsame Start für beide Länder sei die stärkste Botschaft, die sie senden könnten. "Das ist das Zeichen, dass wir keinerlei Absicht haben, Teil der USA zu werden."
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bua/news.de/stg
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