18.09.2020, 11.37 Uhr

Saisonstart 3. Liga: Die Ausgangslage für alle 20 Teams im Fußball-Unterhaus

Nirgends sind die Plätze um Aufstieg, Abstieg und Relegation enger beieinander als in der 3. Liga. Gleich sechs neue Teams sind in dieser Saison in der dritten Fußball-Liga dabei. Wie sich die Ausgangslage aller Klubs gestaltet, lesen Sie hier.

So ist die Ausgangslage für die Klubs der 3. Liga. Bild: dpa

Endlich wieder Fußball in der 3. Liga! Ohne Frage steht fest: Nirgends geht es im deutschen Profi-Fußball so eng zu, wie in der dritten Fußball-Liga. Aufstieg, Relegation und Abstieg lagen hier in den vergangenen Jahren nur wenige Punkte auseinander. Mit welcher Ausgangslage sich die 20 Klubs zum Saison-Start 2020/21 konfrontiert sehen, lesen Sie hier.

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Start der 3. Fußball-Liga 2020/21: Meister Bayern, Aufstiegskandidat Hansa - Abstiegsangst bei Magdeburg und Lautern

Kaiserslautern: Der 1. FC Kaiserslautern war 2018 in die 3. Liga abgestiegen und konnte in der vergangenen Saison hier mit 14 Siegen, 11 Niederlagen und 13 mal Unentschieden insgesamt 55 Punkte verbuchen. Gereicht hat das für Rang 10 der Tabelle. Lautern hat sich damit im Mittelfeld der 3. Liga etablieren. Der Meister der Saison 1997/ 98 sollte andere Ambitionen haben. An einen Wiederaufstieg in die 2. oder gar 1. Bundesliga ist aktuell nicht zu denken.

1. FC Magdeburg: Der FCM, Europapokalsieger von 1974, der von 1990 bis 2015 nur in unterklassigen Amateurligen gespielt hatte, belegte zum Ende der vergangenen Saison mit 47 Punkten den 14. Platz der Tabelle vor dem Halleschen FC. An einem direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga ist der FCM gescheitert.

Bayern II: Die 2019 aus der Regionalliga in die dritte Liga aufgestiegene zweite Mannschaft des FC Bayern kickte zwischen 2008 und 2011 schon einmal in der dritten Liga. Zum Ende der letzten Saison standen die Bayern mit 65 Punkten an der Tabellenspitze. Da der FC Bayern bereits in der Bundesliga spielt, darf Bayern München II nicht aufsteigen. Glück für die anderen Bundesligisten, sonst stellte Bayern demnächst Meister und Vizemeister der 1. Liga.

Hansa: Hansa Rostock konnte sich in der Vorsaison im oberen Tabellendrittel der 3. Liga halten: Die Hanseaten erzielten in 38 Spielen 17 Siege und 13 Niederlagen (acht mal trennten sie sich mit einem Unentschieden von ihrem Gegner). Das reichte zum Ende der Saison für 59 Punkte und den 6. Tabellenplatz. Bis zur Corona-Pause konnte Hansa den Kontakt zu einem Relegationsplatz halten.

Alles zur 3.Liga: Hier finden Sie den Ausblick auf alle Begegnungen und kurz nach Abpfiff die Spiel-Zusammenfassung

3. Liga Ausgangslage: Relegation für Ingolstadt - Abstiegskampf in Zwickau, Uerdingen und Halle

Ingolstadt: 2019 zusammen mit dem FC Magdeburg und dem MSV Duisburg von der zweiten in die dritte Liga abgestiegen, erzielte der FC Ingolstadt 04 hier in der Vorsaison 63 Punkte und erreichte damit den 4. Tabellenplatz. Pech für Ingolstadt: der direkte Wiederaufstieg scheiterte in der Relegation deutlich knapp in den letzten Sekunden der Nachspielzeit mit einem Auswärtstor des FCN.

Zwickau: FSV Zwickau, der erste Fußballmeister der DDR, konnte sich in der Saison 2019/20 auf dem 16. Platz gerade so noch in der 3. Liga halten. Am Ende der Saison standen nur 44 Punkte auf dem Konto der Sachsen. Ein Sieg am vorletzten Spieltag gegen den FC Chemnitz, direkter Konkurrent im Abstiegskampf, sicherte den Klassenerhalt denkbar knapp.

Halle: Hallescher FC - seit 2012 Drittligist - spielte eine durchwachsene Saison 2019/20 und konnte sich mit 12 Siegen und 16 Niederlagen (10 mal Unentschieden) noch auf Rang 15 der Tabelle der 3. Liga platzieren. Zur Winterpause noch punktgleich zu einem Relegationsplatz, brachte eine grottenschlechte Rückrunde den Halleschen FC direkt an den Rand des Untergangs. Ein Endspurt mit 13 Punkten aus 8 Spielen brachte nach erneutem Trainerwechsel den Klassenerhalt.

Uerdingen: Zum Ende der Saison 2019/20 konnte der DFB-Pokalsieger von 1985 KFC Uerdingen das selbst gesteckte Ziel "Aufstieg in die 2. Liga" abermals nicht erfüllen. Die durchwachsene Bilanz zum Saisonende: Nach 12 Siegen, 14 Niederlagen und 12 mal Unentschieden retteten sich die Krefelder auf Platz 13.

Dritte Fußball-Liga: So starten Meppen, Duisburg, Dynamo und Haching in die neue Saison

Meppen: Der SV Meppen konnte die dritte Saison nach seinem Wiederaufstieg in die 3. Liga durch insgesamt 58 Punkte auf einer Position im oberen Tabellendrittel abschließen (7. Platz). Über die gesamte Saison konnte Meppen den Kontakt zu der Aufstiegsplätzen. Mit der konstanten Leistung, gerade nach der Corona-Pause, kann der SV Meppen zufrieden sein.

Duisburg: Der frühere Zweitligist MSV Duisburg konnte in der vorigen Saison durch 17 Siege und nur 10 Niederlagen mit 62 Punkten den fünften Tabellenplatz in der 3. Liga besetzen. Eine Serie von 4 Unentschieden und einer Niederlage kosteten ab dem 33. Spieltag den direkten Wiederaufstieg.

Dynamo Dresden: Dynamo konnte in der Saison 2019/20 den Abstieg in die 3. Liga nicht mehr verhindern: 32 Punkte reichten nur noch für den letzten Tabellenplatz in der 2. Bundesliga. Bereits ab dem 10. Spieltag kam Dresden nicht aus dem Tabellenkeller. Damit spielt Dynamo Dresden wieder drittklassig.

Unterhaching: Nach turbulenten Jahren konnte sich Haching seit der Aufstiegssaison in der 3. Liga etablieren: SpVgg Unterhaching erzielte in der Saison 2019/20 mit zwölf Siegen und elf Niederlagen (15 mal Unentschieden) insgesamt 51 Punkte und landete zuletzt auf dem elften Tabellenplatz der dritten Liga. Leider war die Rückrunde eher durchwachsen, nachdem zur Liga-Halbzeit noch ein Relegationsplatz möglich schien, war am Ende nur eine mittlere Platzierung drin.

3. Liga Ausgangslage: So starten Wiesbaden, 1860, Köln und Mannheim in die Saison

1860 München: Nachdem die "Löwen" am Ende der Saison 2017/18 in der Regionalliga Bayern den Aufstiegskampf gewinnen konnten, sind sie wieder Teil der 3. Liga. Taten sich die "Sechzger" erst noch etwas schwer, legten die Münchner 2019/20 eine durchaus passable Saison hin: Durch 16 Siege erspielten sie 58 Punkte und so einen 8. Tabellenplatz.

Viktoria Köln: 2019 war dem FC Viktoria Köln der Aufstieg in die 3. Liga gelungen. Die letzte Saison schlossen die Kölner mit 51 Punkten auf dem 12. Rang ab und konnten sich in der 3. Liga etablieren.

Waldhof Mannheim: Den "Blau-Schwarzen" vom SV Waldhof Mannheim gelang in der Saison 2018/19 der Aufstieg in die dritte Liga. In der zuletzt absolvierten Spielzeit konnten sie sich dort etablieren: Mit 56 Punkten war ein solider Platz 9 in der Mitte der Tabelle drin. Der Traditionsverein Mannheim war einer der Verlierer der Geisterspiele. Bis zur Corona-Pause sah es noch nach einem Durchmarsch und direktem Aufstieg in die 2. Bundesliga aus.

Wehen Wiesbaden: Gelang den Wiesbadenern in der Saison 2018/19 noch der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, ist der SV Wehen Wiesbaden neben Dynamo Dresden der jüngste Absteiger in die 3. Liga. Den permanenten Abstiegskampf verlor Wiesbaden am Ende mit deutlichem Abstand.

Wie schlagen sich die 3.-Liga-Aufsteiger Saarbrücken, Verl, Türkgücü und Lübeck?

FC Saarbrücken: Der 1. FC Saarbrücken, Gründungsmitglied der Fussball-Bundesliga, belegte zum Ende der Vorsaison in der Regionalliga Nordwest den Spitzenplatz und ist ab der Saison 2020/21 (abermals) in der 3. Liga mit dabei.

SC Verl: Der Sportclub Verl (Kreis Gütersloh) ist in dieser Saison neu in der 3. Fussball-Liga dabei, nachdem er zum Ende der Vorsaison den 2. Platz in der Regionalliga West erkämpfen konnte.

Türkgücü München: 2019 erst stieg der ehemalige "Türkische SV München" von der Oberliga in die Regionalliga Bayern auf, nun erfolgte in der diesjährigen Vorsaison mit dem dort erreichten 1. Platz schließlich auch der Aufstieg in den (drittklassigen) Profifussball ab der Saison 2020/21. Die Münchner können sich auf Lokalderbys mit den beiden Stadtrivalen Bayern II und 1860 München freuen.

Lübeck: Mit dem 1. Platz in der Regionalliga Nord in der vorangegangenen Saison 2019/20 errang der VfB Lübeck auch ein Ticket in die 3. Liga und vertritt den Norden der Republik im Profi-Fußball.

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rut/news.de

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