Von news.de-Redakteurin - 29.11.2019, 14.00 Uhr

Die Berufe der Darts-Profis: Schon gewusst? DIESE Jobs hatten die Spieler vor der Profikarriere

Im Dezember sind die Augen der Darts-Fans auf den Alexandra Palace in London gerichtet, wo die Darts-Weltmeisterschaft ausgetragen wird. Doch Pfeile-Asse wie Rob Cross, Daryl Gurney oder Gary Anderson verdienten früher ihr Geld mit ganz anderen Berufen.

Bevor Michael van Gerwen zur Nummer 1 der Dartswelt wurde, hatte der Niederländer einen echt bodenständigen Job. Bild: Steven Paston / PA Wire / picture alliance / dpa

Jahrelang galt Darts als uriger Kneipensport, dem man mit einem Glas Bier in der Hand frönen konnte. Doch längst ist aus dem lockeren Pfeilewerfen in der Kneipe ein Massensport geworden, der so manchen Dartspieler schwerreich gemacht hat. Ein Blick in die Weltrangliste der Professional Darts Corporation, dem Darts-Weltverband, zeigt, welche Summen Dartsprofis inzwischen verdienen.

Kurz vor dem Startschuss für die Darts-WM 2019, die im Dezember 2019 im altehrwürdigen Alexandra Palace in London ausgetragen wird, thront Michael van Gerwen als Topverdiener des Dartszirkus an der Spitze der Weltrangliste. Knapp 1,5 Millionen britische Pfund hat der Niederländer, der von seinen Fans als "Mighty Mike" verehrt wird, im Laufe seiner Profikarriere bereits an Preisgeldern eingespielt. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Michael van Gerwen und seine Darskontrahenten noch ganz normalen Berufen nachgingen und ihre Brötchen abseits des Dartssports verdient haben.

Doch welche Berufe haben die talentierten Pfeilewerfer wie Rob Cross, Gerwyn Price, Gary Anderson, Mensur Suljovic und Co. eigentlich gelernt und vor dem Wechsel in den Profisport ausgeübt? Ein Blick in die Lebensläufe der Darts-Superstars verrät da so manche Überraschung.

Darts-Stars privat: Welche Jobs hatten Gerwyn Price, James Wade, Daryl Gurney und Co. früher?

Als Dartsspieler sollte man mit seinen Händen geschickt umgehen können - erklärt es sich vielleicht so, dass etliche Profis des Präzisionssports früher als Handwerker tätig waren? Daryl Gurney zum Beispiel, das "Superchin" aus Nordirland, ist eigentlich gelernter Klempner und hat damit ähnliche Berufserfahrungen wie Mark Webster (spielt seit 2009 in der Profiliga PDC) vorzuweisen. Auch James Wade kennt sich mit Feinmechanik bestens aus, war der Pfeilewerfer aus Aldershot mit dem Spitznamen "The Machine" doch jahrelang Kfz-Mechaniker. Sportlich ging es hingegen bei Profis wie Gerwyn Price seit jeher zu: Der Waliser war Rugbyprofi, bevor er ans Oche wechselte.

FOTOS: Von Michael van Gerven bis Gary Anderson DIESE Darts-Spieler sind echte Superstars
zurück Weiter Raymond van Barneveld (* 1967), Niederlande, aktiv seit 1984, Spitzname "Barney", "The Dutch Master" oder "The Man", Einlaufmusik "Eye Of The Tiger" (Foto) Foto: Gregor Fischer / picture alliance / dpa Kamera

Schon gewusst? So verdienten Raymond van Barneveld und Peter "Snakebite" Wright früher ihr Geld

Etwas rustikaler ging es im Berufsleben von Darren Webster zu: Der Dartsprofi wird heute von seinen Fans "Demolition Man" genannt, eine Hommage an seinen Job als Abbruchunternehmer. Weniger mit Abrissarbeiten als mit Mörteln dürften sich Websters Dartskollegen Simon Whitlock und Pfeilelegende a.D. Bobby George auskennen, denn beide Profis verdingten sich einst als Bauarbeiter. Übrigens: Vor nicht allzu langer Zeit konnte man auch Peter Wright, heute bekannt als Darts-Chamäleon "Snakebite" sowie dessen schottischen Landmann Gary Anderson auf dem Bau beim Steineschleppen antreffen! Bei einer anderen Dartslegende ging es im Berufsleben etwas gemütlicher zu: Kein Geringerer als Raymond van Barneveld war früher als Postbote tätig.

Raten Sie mal! Darts-Weltmeister Michael van Gerwen ist gelernter...

Handwerkskunst der raffinierten Sorte gibt es dieser Tage zu sehen, wenn Michael van Gerwen und Rob Cross, die beiden Spitzenreiter der Darts-Welt, ans Oche treten - früher spuckten die beiden in ihren Alltagsjobs in die Hände. Michael van Gerwen verdiente vor seiner Dartskarriere als Fliesenleger seine Brötchen, Rob Cross arbeitete als Elektriker - seinem früheren Job verdankt der Dartsprofi auch seinen Spitznamen "Voltage". Dass dort Späne fallen, wo gehobelt wird, erfuhr hingegen Michael Smith tagtäglich - der "Bully Boy" arbeitete dereinst als Tischler.

Mensur Suljovic und Gary Anderson waren früher Kneipenwirte

Wer vor einigen Jahren zum Dartsspielen die Kneipe "The Gentle" in Brigittenau bei Wien aufsuchte, der hätte mit ein wenig Glück sein Bierchen von einer echten Dartslegende ausgeschenkt bekommen haben. Inhaber des Lokals war nämlich Mensur Suljovic, einem der Top-20-Darter der Welt. In Sachen Gastro-Erfahrungen könnte sich der Österreicher mit jugoslawischen Wurzeln gewiss prächtig mit Gary Anderson austauschen. Auch "The Flying Scotsman" betrieb bis 2016 mit seiner Partnerin Rachel einen Pub namens "The Welington Arms" in Rooksbridge in der Grafschaft Somerset.

FOTOS: Peter Wright So schärfsten Looks des Darts-Chamäleons
zurück Weiter Patriot bis in die Haarspitzen: Zur Darts-Team-WM 2019 trat der gebürtige Schotte Peter Wright in den blau-weißen Farben seiner Heimat ans Oche. (Foto) Foto: Bodo Marks / picture alliance / dpa Kamera

Welche Berufe haben Max Hopp, Gabriel Clemens und Martin Schindler neben Darts?

Und wie sieht es bei unseren deutschen Dartshelden aus? Die haben natürlich auch eine solide Ausbildung vorzuweisen: Max Hopp alias "The Maximiser" ist eigentlich gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, Gabriel Clemens, der aufstrebende "German Giant" malochte noch bis vor Kurzem als Industriemechaniker. Martin Schindler schließlich, von Dartsfans als "The Wall" gefeiert, liebäugelte einst mit einer Karriere als Bankkaufmann und schnupperte zudem in den Studiengang der Verkehrstechnik, bevor die Dartsleidenschaft Oberhand gewann.

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loc/news.de

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