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Thomas Häßler privat: Diese Schicksalsschläge musste "Icke" überwinden

Als Fußballer feierte Thomas Häßler große Erfolge mit der Nationalmannschaft, wurde 1990 Weltmeister und 1996 Europameister. Privat gilt der Berliner als zurückhaltend, wenngleich er dennoch häufig in die Schlagzeilen geriet.

Thomas Häßler im Trainingslager mit dem 1. FC Köln im Jahr 2011. (Foto) Suche
Thomas Häßler im Trainingslager mit dem 1. FC Köln im Jahr 2011. Bild: Soeren Stache / dpa

Mit seinen "nur" 1,66 Meter gelang es dem Edeltechniker, seine Gegenspieler reihenweise schwindelig zu spielen. Besser bekannt ist Thomas Häßler unter seinem Spitznamen "Icke" - eine Anspielung auf seine Berliner Herkunft.

Thomas Häßler nach seiner aktiven Karriere

Nach seiner aktiven Laufbahn wechselte er ins Trainergeschäft und heuerte 2006 beim 1. FC Köln als Technikcoach an. Als sein ehemaliger DFB-Trainer Berti Vogts das Amt der nigerianischen Nationalmannschaft übernahm, wurde dieser von Häßler als Assistenztrainer begleitet. In diese Rolle schlüpfte der Ex-Nationalspieler 2004 erneut, als er beim iranischen Klub Padideh Maschad anheuerte.

Ex-Weltmeister Thomas Häßler fühlt sich auch als Trainer des Berliner Sechstligisten BFC Preussen wohl und vermisst das Profigeschäft nicht. "Ab und an werde ich darauf angesprochen, warum ich nicht höherklassig trainiere. Ich war Technik-Trainer beim 1. FC Köln, hatte Stationen im Ausland. Überall musstest du Druck aushalten, wie zuvor schon als Spieler. Hier hast du das alles nicht", sagte der 56-Jährige dem "Kicker". "Und in der 6. oder 7. Liga wird auch ehrlicher Fußball gespielt. Bei den Preussen fühle ich mich wertgeschätzt. Ich habe einen Vertrag bis 2025. Und wenn du dann noch Erfolg hast ... Alles andere brauche ich nicht mehr", fügte der Fußball-Weltmeister von 1990 an.

Ob seine Spieler seine einstigen Meriten als Nationalspieler und Bundesliga-Profi überhaupt kennen, weiß Häßler nicht so genau. "Was ich erreicht habe, ist lange her, und ich gehe damit nicht hausieren. Da bin ich nicht der Mensch für. Bisher hat mich noch niemand gefragt. Wenn sie mich drauf ansprechen, können wir uns gern darüber unterhalten», sagte er. Häßler hatte in der Vorsaison mit dem BFC Preussen den Aufstieg in die sechstklassige Berlin-Liga geschafft. Sich selbst beschreibt er als besonnenen Coach: "Ich hüpfe nicht an der Seitenlinie rum, bin eher ein ruhiger Trainer."

Der private Thomas Häßler: Unverschuldete Tiefschläge für "Icke"

Während Häßler als Fußballer immer ganz oben mit von der Partie war, musste er in seinem Privatleben - unverschuldete - Tiefschläge in Kauf nehmen. Sein Bruder Andreas Häßler starb mit 17 Jahren an Leukämie. Medial für Aufsehen sorgte Thomas Häßlers Ehe mit Angela, die 1999 endgültig in die Brüche ging. Weniger die Tatsache als solche erhitzte die Gemüter der Öffentlichkeit, sondern vielmehr der Umstand, dass Angelas Verhältnis zu Fußballmanager Edgar Geenen publik geworden war.

Thomas Häßler krank: Ex-Weltmeister muss Trainerjob unterbrechen

Außerdem muss er aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden seinen aktuellen Trainerjob beim Berliner Sechstligisten BFC Preussen abgeben, nachdem er unter Gedächtnisverlust litt. "Ich bin momentan nicht in der Lage, eine Mannschaft zu trainieren, solange ich nicht weiß, was ich habe", sagte er gegenüber "Bild".

Vom Fußballplatz aufs Tanzparkett zu "Let's Dance" 2016

Nach seiner aktiven Karriere wurde es um Thomas Häßler ruhiger. Der zurückhaltende Fußballstar widmet sich in seiner Freizeit der Musik, gilt als Mitbegründer des Musiklabels "MTM Music". Im März 2016 kehrte "Icke" jedoch auf die ganz große Bühne zurück - allerdings nicht auf den Fußballplatz, sondern aufs Tanzparkett der RTL-Show "Let's Dance".

Thomas Häßler privat verheiratet mit Frau Anke Häßler

Privat hat Thomas Häßler sein Glück mit Frau Anke gefunden. Seit 2004 ist das Paar bereits verheiratet. Für Icke die zweite Ehe nach der Trennung von Ex-Frau Angela.

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txt/sam/news.de/dpa

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