Tourismus News: Haftstrafen wegen Busunglücks in Venedig

Im Oktober 2023 kamen nach einem Ausflug in die Lagunenstadt 22 Menschen ums Leben, auch drei Deutsche. Jetzt werden sieben Beamte und Angestellte verurteilt. Aber ins Gefängnis muss wohl niemand.

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Wegen eines Busunglücks mit 22 Todesopfern in Venedig sind sieben Beamte und leitende Angestellte der Lagunenstadt zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt worden. Aller Voraussicht nach muss jedoch niemand von ihnen ins Gefängnis, weil solche Strafen in Italien in der Regel zur Bewährung ausgesetzt werden. Der Bus war im Oktober 2023 von einer vielbefahrenen Brücke in die Tiefe gestürzt. Dabei kamen auch drei deutsche Urlauber ums Leben.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten sich bereits vor einigen Monaten auf ein Strafmaß von jeweils unter zwei Jahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung im Straßenverkehr verständigt, um einen langwierigen Prozess zu vermeiden. Diese Einigung wurde nun von einer Untersuchungsrichterin in Kraft gesetzt. Zudem hatten die Hinterbliebenen über Versicherungen bereits Entschädigungen von mehr als sieben Millionen Euro erhalten. Bei Opferverbänden stießen die Urteile trotzdem auf Protest.

Loch in Leitplanke war schon seit Jahren bekannt

Der Bus war mit mehreren Dutzend Touristen auf dem Rückweg aus Venedig zu einem Campingplatz auf dem Festland, als er verunglückte. Er schrammte rund 50 Meter an einem maroden Brückengeländer entlang und stürzte dann durch eine Lücke in der Leitplanke, die es bereits seit Jahren gab. Bei den strafrechtlichen Vorwürfen ging es insbesondere um Mängel bei der Wartung und Absicherung der Brücke.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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