Katzen-Mythen: Diese 6 Irrtümer über Katzen glauben viele

Viele Mythen über Katzen halten sich seit Jahren hartnäckig. Doch was ist wirklich dran? Welche Irrtümer davon nicht stimmen und was Katzenhalter wissen sollten, erfahren Sie hier.

Erstellt von Lisa Mücke - Uhr

Rund um Katzen gibt es viele Mythen – doch was stimmt wirklich? (Foto) Suche
Rund um Katzen gibt es viele Mythen – doch was stimmt wirklich? Bild: AdobeStock / Seleznov_Molchanova
  • Welche typischen Irrtümer über Katzen nicht der Wahrheit entsprechen.
  • Was hinter bekannten Mythen wie Milch, Schnurren oder Wasserscheu steckt.
  • Welche Fakten Katzenhalter über das Verhalten ihrer Samtpfote kennen sollten.

Katzen gehören zu den beliebtesten Haustieren Deutschlands. Trotzdem halten sich viele Gerüchte hartnäckig. Doch was ist an diesen Mythen wirklich dran? Wir klären sechs weit verbreitete Irrtümer auf.

1. Mythos: Katzen landen immer auf ihren Pfoten

Katzen sind für ihre Geschicklichkeit bekannt. Tatsächlich verfügen sie über einen sogenannten Stellreflex. Während eines Sturzes können sie ihren Körper oft so drehen, dass sie mit den Pfoten zuerst aufkommen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie jeden Sturz unverletzt überstehen.
Ist die Fallhöhe zu gering, bleibt häufig gar nicht genug Zeit, um sich richtig auszurichten. Aus großer Höhe wiederum können selbst Katzen schwere Verletzungen erleiden – etwa Knochenbrüche oder innere Verletzungen. Besonders Wohnungskatzen sind gefährdet, wenn Fenster oder Balkone nicht ausreichend gesichert sind. Deshalb sollten geöffnete Fenster mit einem Katzennetz oder speziellen Sicherungen versehen werden.

2. Mythos: Milch ist gut für Katzen

Das Bild einer Katze, die genüsslich Milch trinkt, kennt fast jeder. Tatsächlich ist Milchfür viele erwachsene Katzen jedoch keine gute Wahl. Der Grund: Viele ausgewachsene Katzen vertragen Milchzucker nicht.
Trinken sie normale Kuhmilch, kann das zu Durchfall, Bauchschmerzen oder Blähungen führen. Als Durstlöscher eignet sich frisches Wasser daher deutlich besser. Spezielle Katzenmilch kann für manche Tiere eine Alternative sein, da sie häufig besser vertragen wird. Sie sollte aber nur selten und in kleinen Mengen angeboten werden.

3. Mythos: Katzen sind echte Einzelgänger

Katzen gelten oft als unabhängig und brauchen im Vergleich zu Hunden meist weniger Aufmerksamkeit. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine sozialen Tiere sind. Viele Katzen bauen eine enge Beziehung zu ihren Menschen auf und suchen regelmäßig deren Nähe.
Auch mit Artgenossen können sie enge Freundschaften schließen – vor allem, wenn sie schon früh aneinander gewöhnt wurden. Manche Katzen spielen, schlafen oder putzen sich sogar gegenseitig. Wie viel Gesellschaft eine Katze möchte, hängt jedoch von ihrer Persönlichkeit, ihren Erfahrungen und ihrer Haltung ab. Während einige Tiere gerne mit einer zweiten Katze zusammenleben, fühlen sich andere als Einzelkatze wohler.

Allein unterwegs? Nicht unbedingt: Katzen können sehr soziale Tiere sein. (Foto) Suche
Allein unterwegs? Nicht unbedingt: Katzen können sehr soziale Tiere sein. Bild: AdobeStock / srisakorn

4. Mythos: Schnurren bedeutet immer Wohlbefinden

Eine schnurrende Katze wirkt zufrieden und entspannt. Tatsächlich schnurren viele Katzen, wenn sie gestreichelt werden oder sich besonders wohlfühlen. Doch das Schnurren hat noch weitere Funktionen.
Katzen können auch schnurren, wenn sie gestresst sind, Angst haben oder Schmerzen verspüren. Es wird vermutet, dass das Schnurren den Tieren helfen kann, sich selbst zu beruhigen. Deshalb sollte man nicht allein auf dieses Geräusch achten, sondern immer die gesamte Körpersprache beobachten. Wirken Ohren, Schwanzhaltung oder Verhalten ungewöhnlich, kann das trotz Schnurrens auf Unwohlsein oder gesundheitliche Probleme hinweisen.

5. Mythos: Katzen können im Dunkeln perfekt sehen

Katzen besitzen deutlich bessere Augen für schwaches Licht als Menschen. Das liegt unter anderem an ihren großen Pupillen und einer reflektierenden Schicht hinter der Netzhaut, die das vorhandene Licht optimal nutzt. Deshalb kommen sie in der Dämmerung oder bei wenig Licht hervorragend zurecht.
In völliger Dunkelheit können aber auch Katzen nichts sehen. Stattdessen verlassen sie sich auf ihre anderen Sinne. Ihre empfindlichen Schnurrhaare helfen ihnen dabei, Hindernisse zu erkennen und Entfernungen einzuschätzen. Hinzu kommen ein ausgezeichnetes Gehör und ein sehr guter Geruchssinn, mit denen sie sich auch bei schlechten Lichtverhältnissen sicher orientieren können.

6. Mythos: Katzen sind grundsätzlich wasserscheu

Viele Menschen sind überzeugt, dass Katzen Wasser grundsätzlich meiden. Tatsächlich sind die meisten Samtpfoten keine großen Fans von einem Bad. Das liegt unter anderem daran, dass nasses Fell deutlich schwerer wird und nur langsam trocknet. Außerdem kann die Verdunstungskälte dazu führen, dass Katzen das Baden als unangenehm empfinden.
Ein Bad ist für gesunde Katzen in der Regel aber ohnehin nicht notwendig. Sie sind sehr reinliche Tiere und pflegen ihr Fell selbst gründlich mit ihrer rauen Zunge.
Dennoch stimmt der Mythos von der grundsätzlich wasserscheuen Katze nicht. Manche Katzen spielen begeistert mit fließendem Wasser aus dem Wasserhahn oder planschen mit den Pfoten im Wassernapf. Andere beobachten Regen neugierig oder fischen sogar im Gartenteich. Es gibt außerdem Katzenrassen wie die Türkisch Van, die für ihre Vorliebe für Wasser bekannt sind und sogar freiwillig schwimmen.
Ob eine Katze Wasser mag oder lieber Abstand davon hält, ist daher vor allem eine Frage ihres Charakters, ihrer Erfahrungen und teilweise auch ihrer Rasse.

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