Tourismus News: Voll auf Straße und Schiene – Tipps für die Pfingstreise

Volle Autobahnen, gut gebuchte Züge und lange Wartezeiten: Wer über Pfingsten verreisen will, sollte mehr Zeit einplanen. Ganz so extrem wie sonst könnte die Reisewelle aber ausfallen.

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Wer zu Pfingsten verreisen will, braucht vor allem eines: Geduld. ADAC und Autobahn GmbH rechnen rund um das lange Wochenende mit vielen Staus, die Bahn mit vollen Zügen.

Pfingsten zählt stets zu den staureichsten Reisezeiten des Jahres. Gleichzeitig beginnen in Bayern und Baden-Württemberg die Pfingstferien, in Sachsen-Anhalt gibt es eine Woche schulfrei. Dazu werden in weiten Teilen Deutschlands sommerliche Temperaturen erwartet.

Der ADAC sieht allerdings auch einen möglichen Dämpfer für die Reisewelle: "Nicht ausgeschlossen ist aber, dass der Pfingstreiseverkehr dieses Jahr wegen der hohen Spritpreise infolge des Irankriegs geringer ausfällt", schreibt der Automobilclub.

Die beliebtesten Reisezeiten

Der größte Andrang wird am Freitagnachmittag erwartet. Dann treffen Berufsverkehr, Wochenendausflüge und Urlaubsreisen aufeinander. Auch am Samstagvormittag dürfte es vielerorts nur langsam vorangehen. Eine weitere Reisewelle erwarten die Experten am Pfingstmontag und Dienstag.

Der ADAC rechnet vor allem zu diesen Zeiten mit viel Verkehr:

Freitag: 11 bis 19 Uhr

Samstag: 10 bis 15 Uhr

Pfingstmontag: 13 bis 18 Uhr

Dienstag: 7 bis 18 Uhr

Deutlich entspannter dürfte dagegen der Pfingstsonntag werden. Wer flexibel ist, sollte möglichst antizyklisch fahren, also frühmorgens oder später am Abend starten. ADAC-Pressesprecher Christof Tietgen empfiehlt bei den hohen Temperaturen außerdem, genügend Getränke dabeizuhaben, ausreichend Pausen einzuplanen und die Hitzeentwicklung im Auto nicht zu unterschätzen: Steht ein Wagen längere Zeit in der prallen Sonne, können sich Innenräume schnell stark aufheizen.

Hier droht am ehesten Stau

Besonders voll dürfte es nach Einschätzung der Verkehrsexperten auf den klassischen Ferienrouten Richtung Küste, Alpen und Ballungsräume werden. Problematisch könnte es laut ADAC unter anderem auf diesen Strecken werden:

A1 Richtung Hamburg und Ostsee

A2 Richtung Hannover und Berlin

A3 Richtung Niederlande und Süddeutschland

A5, A6, A7 und A8 Richtung Alpen

A8 München-Salzburg

A93 Richtung Tirol

A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen

A4, A13, A17 in Sachsen

Auch in Österreich, der Schweiz und Italien drohen Staus. Betroffen sind unter anderem Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Arlberg-, Pyhrn-, Rheintal- und Gotthard-Route. Auf den Straßen zu den italienischen und kroatischen Küsten dürfte es zeitweise nur schleppend vorangehen. Hinzu kommen verschärfte Grenzkontrollen: An mehreren Übergängen kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

ADAC und Autobahn GmbH raten eher nicht dazu, auf Landstraßen auszuweichen. Viele Ausweichstrecken seien schnell ebenfalls überlastet, Navigations-Apps versprächen oft nur wenige Minuten Zeitgewinn. In Teilen Bayerns, Tirols und Oberbayerns gelten zudem Durchfahrtsverbote für Ausweichverkehr. Wer Sperren ignoriert, riskiert Bußgelder.

Die Autobahn GmbH empfiehlt, sich vorab über Baustellen und Sperrungen auf ihrer Route zu informieren, etwa über die

Autobahn-App

.

Geplante Sperrungen

Bundesweit gibt es laut ADAC derzeit mehr als 1.000 Baustellen an Autobahnen. Größere Sperrungen gibt es demnach unter anderem hier:

A7 Ulm–Würzburg bei Rothenburg ob der Tauber

A23 Richtung Heide bei Hamburg

A44 im Raum Düsseldorf/Essen

A67 Mannheim Richtung Darmstadt

A96 im Raum München

Bahn und Fernbusse

Die Deutsche Bahn rechnet vor allem am Freitag und Pfingstmontag mit vollen Fernzügen. Insbesondere auf den Hauptstrecken zwischen den Großstädten rät die Bahn zu Sitzplatzreservierungen.

Flixbus hat sein Angebot auf beliebten Strecken Richtung Italien, Ostsee und europäische Großstädte zuletzt ausgebaut. Leer dürften Fernbusse und Züge über das lange Wochenende dennoch kaum bleiben.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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