Pikieren, pflanzen, schneiden: Die wichtigsten Gartenarbeiten im April
Im April wird die Grundlage für die kommende Gartensaison gelegt. Viele Pflanzen wechseln jetzt vom Topf ins Beet. Gleichzeitig stehen Rückschnitt, Bodenpflege und Schädlingsschutz an. Die wichtigsten Aufgaben gibt's hier im Überblick.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Pikieren und Pflanzen: Tomaten vereinzeln, Kartoffeln und Kohl ins Beet setzen
- Zeit für Rückschnitt: Rosen und Kräuter schneiden – ideal zur Forsythienblüte
- Rasen und Schutz: Vertikutieren und Kulturschutznetze gegen Schädlinge einsetzen
Mit dem April startet die arbeitsreichste Zeit im Gartenjahr. Jetzt entscheidet sich, wie erfolgreich die kommende Saison verläuft. Im Mittelpunkt steht das Vorziehen und Pflegen junger Gemüsepflanzen. Wer Tomaten, Gurken oder Melonen auf der Fensterbank ausgesät hat, muss die Sämlinge jetzt vereinzeln – ein wichtiger Schritt für gesundes Wachstum.
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Wichtige Gartenarbeiten im April: Tomaten pikieren und Kartoffeln pflanzen
Etwa drei Wochen nach der Aussaat ist bei Tomaten der richtige Zeitpunkt zum Pikieren gekommen. Sobald sich das erste Blattpaar zeigt, brauchen die Pflanzen mehr Platz. Die Sämlinge werden vorsichtig getrennt, die Wurzeln leicht gekürzt und anschließend in eigene Töpfe gesetzt. So entwickeln sie sich kräftiger und stabiler.
Parallel dazu kommen vorgekeimte Saatkartoffeln ins Beet – aber nur, wenn nachts kein Frost mehr droht. Auch Kohlgewächse wie Blumenkohl und Brokkoli werden jetzt ausgepflanzt. Gegen die gefürchtete Kohlfliege empfehlen sich sogenannte Kohlkragen, die direkt am Stängel der Jungpflanzen angebracht werden. Sie lassen sich einfach aus Pappe, Teppichresten oder Hanfmatten selbst basteln.
Forsythie blüht? Der richtige Zeitpunkt für den Rosen-Rückschnitt
Sobald die Forsythien ihre gelben Blüten zeigen, ist der ideale Moment für den Rückschnitt von Rosen gekommen. In der Regel fällt dieser Zeitpunkt in den April. Nach besonders milden Wintern kann die Arbeit bereits im März erledigt werden. Neben den Rosen erhalten auch mediterrane Kräuter wie Lavendel, Salbei und Rosmarin jetzt eine neue Form. Der Schnitt sollte allerdings erst erfolgen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. So können die Pflanzen frisch austreiben, ohne dass die jungen Triebe durch späte Kälteeinbrüche Schaden nehmen. Auch abgeblühte Ziersträucher und Stauden profitieren von einer Verjüngungskur: Alte Stängel, verwelkte Blüten und abgestorbene Blätter werden entfernt.
Rasen retten mit dem Vertikutierer: So wird die Grünfläche wieder satt und dicht
Das Vertikutieren gehört zu den klassischen Frühjahrsarbeiten, auch wenn viele Gartenbesitzer diese Aufgabe als lästig empfinden. Dabei werden Moos und Rasenfilz aus der Grasnarbe entfernt, sodass Luft und Nährstoffe wieder besser an die Wurzeln gelangen.
Entscheidend für den Erfolg ist der richtige Zeitpunkt: Der Rasen muss trocken sein, bevor das Gerät zum Einsatz kommt. Nach dem Vertikutieren zeigt sich die Grünfläche zunächst lückenhaft. Mit der richtigen Rasensaat und einem Langzeitdünger schließen sich diese kahlen Stellen jedoch rasch wieder. Wer seinen Rasenmäher noch nicht startklar gemacht hat, sollte jetzt die Klingen schärfen und das Gerät gründlich reinigen.
Die besten Schutzmaßnahmen gegen Schädlinge
Mit steigenden Temperaturen werden auch ungebetene Gäste im Garten wieder aktiv. Junge Gemüsekulturen stehen ganz oben auf dem Speiseplan von Kohlfliege, Zwiebelfliege und anderen Schädlingen. Feinmaschige Kulturschutznetze bieten hier wirksamen Schutz, ohne dass Chemie zum Einsatz kommen muss.
Die Netze sind so engmaschig, dass selbst kleinste Insekten keinen Zugang zu den Pflanzen finden. Gleichzeitig lassen sie Luft und Wasser durch, sodass sie anders als Vliese auch an sonnigen Tagen nicht abgenommen werden müssen. Unter den Netzen entsteht zudem ein günstiges Mikroklima, das das Pflanzenwachstum fördert.
Jungpflanzen abhärten und fit machen fürs Freiland
Gegen Ende April beginnt eine entscheidende Phase: Die ersten Jungpflanzen wandern nach draußen, um sich an das Freilandklima zu gewöhnen. Dieses Abhärten bereitet sie auf den späteren Umzug ins Beet vor. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, dass die verwöhnten Fensterbankpflanzen dem Wetter draußen nicht standhalten.
Die wichtigsten Gartenarbeiten im April im Überblick
- Vorziehen von Gemüsepflanzen (unter anderem Zucchini, Gurke und Kürbis)
- Tomaten pikieren
- Kohlpflanzen ins Beet setzen
- Pflanzen von vorgekeimten Kartoffeln
- Jäten von Unkraut
- Mulchen von Beete
- Boden lockern, um Schneckeneier aufzuspüren
- Kräuter zurückschneiden
- Himbeeren und Brombeeren zurückschneiden
- Rasen vertikutieren
- Frühjahrsblüher auslichten
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