Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Lawinengefahr für Zuoz und andere Gebiete in der Schweiz sollten Skifahrer heute ernstnehmen!

Kürzlich wurde für einzelne Regionen in der Schweiz eine Lawinenwarnung herausgegeben. Erfahren Sie hier bei News.de, wo welche Gefahr konkret besteht und welche spezifischen Sicherheitsmaßnahmen vor Ort zu beachten sind.

Erstellt von - Uhr

Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. (Foto) Suche
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Audrey

Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Alto Moesano, Turtmanntal, Génépi, Haut Val de Bagnes, Arolla, Val d'Anniviers, Val d'Hérens, Avers, Mountet und Obere Leventina Lawinengefahr besteht. Die Meldung ist vorerst bis zum 01.04.2026, um 15:00 Uhr gültig.

Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!

In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Durch den am Mittwoch teilweise starken Bise-Wind bilden sich vor allem entlang der Voralpen und im Jura einige eher kleine, aber teilweise auslösegefährdete Schneeverwehungen. Ansonsten stabilisieren sich die grossen Mengen an Neuschnee und Verwehungen im Norden langsam. An einigen Stellen liegt der Neuschnee der letzten Tage jedoch auf facettierten Schwachschichten und teilweise auch auf vergrabenem Oberflächenreif, insbesondere an Schattenhängen. In diesen Schwachschichten können Lawinen ausgelöst werden, darunter auch grosse.In den inneralpinen Gebieten des Wallis und insbesondere in Graubünden sind Schwachschichten tiefer im Schneedeckenaufbau stellenweise noch auslösefähig. Auch in bodennahen Schwachschichten können vereinzelt Lawinen ausgelöst werden."

"Triebschnee und Altschneeproblem"

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien "Triebschnee und Altschneeproblem":

  • Das Altschneeproblem bezieht sich auf Lawinen, die durch veränderte Schichten unter einer älteren Schneeschicht ausgelöst werden können.

  • Triebschnee entsteht, wenn der Wind den Schnee von windzugewandten auf windabgewandte Stellen verfrachtet. Dies kann zu Schwachschichten in der Schneedecke führen, die zu Lawinenabbrüchen führen können.

Obwohl die Gefahrenwarnung einheitlich erscheinen mag, ist es entscheidend zu berücksichtigen, dass Warnstufen und Schneebedingungen je nach Region und Tageszeit variieren können.

Lawinenwarnung bis Stufe 3!

Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 3. Betroffen sind entsprechend:

  • Val Suot
  • Sur Tasna
  • St. Moritz
  • Zuoz
  • Alto Moesano
  • Bleniotal
  • Obere Leventina
  • Bedrettotal
  • Bivio
  • Avers
  • Rheinwald
  • Zervreila
  • Binntal
  • Nördliches Simplon Gebiet
  • Untere Vispertäler
  • Turtmanntal
  • Mountet
  • Val d'Anniviers
  • Arolla
  • Val d'Hérens
  • Haut Val de Bagnes
  • Martigny-Verbier
  • Val d'Entremont-Val Ferret
  • Génépi

Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig.

Was bedeutet die Gefahrenmeldung für Sie?

Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Reisen Sie in die betroffenen Gebiete und planen dort Aktivitäten wie Wandern oder Skifahren? Informieren Sie sich am besten im Voraus bei den lokalen Tourismusbüros. Es wird dringend empfohlen, die ausgewiesenen Wege und Pisten in jedem Fall nicht zu verlassen. Um sich vor Gefahren zu schützen, ist es wichtig, entsprechend der Gefahrenstufen bestimmte Regeln zu beachten.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. An sehr steilen Hängen besteht die Gefahr von Lawinenauslösungen. Es ist jedoch nicht wahrscheinlich, dass größere Lawinen spontan abgehen.

  • Bei einem problematischen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem) ist allerdings besondere Vorsicht geboten..

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Das Vorhandensein spezifischer Geräusche und Risse sind klare Indikatoren für diese Gefahr. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • In dieser Lage ist höchste Vorsicht geboten, insbesondere für Wintersportler. Es wird dringend geraten, präventive Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu umgehen.

  • Für unerfahrene Wintersportler empfiehlt es sich, sich auf geöffneten Abfahrten und markierten Routen zu bewegen.

Darüber hinaus empfielt es sich, auf die konkreten Lawinenprobleme zu achten:

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

  • Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 01.04.2026 um 15:59 Uhr). Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Laufe des Tages sowie von Tal zu Tal ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Auch interessant für die Schweiz:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.