Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Lawinengefahr für Jungfrau-Region und andere Gebiete in der Schweiz sollten Ski-Fans heute ernstnehmen!
Kürzlich wurde für verschiedene Regionen in der Schweiz eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
Suche
Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Uri Rot Stock, Grimselpass, Meiental, Glarus Süd-Grosstal, Glarus Süd-Sernftal, Nördliches Tujetsch, Schächental, Bisistal, Nördliches Urseren und Engelberg Lawinengefahr besteht. Die Warnung ist vorerst bis zum 30.03.2026, um 15:00 Uhr gültig.
Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!
In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Der in dieser Woche gefallene und verwehte Neuschnee setzt sich allmählich und verfestigt sich. Im oberen Teil der alten Schneedecke gibt es einige facettierte Schwachschichten und etwas schneebedeckten Oberflächenreif, insbesondere an windgeschützten, schattigen Hängen. Vor allem am Samstag wurden in diesen Schwachschichten durch Wintersportler Lawinen ausgelöst. In den inneralpinen Regionen des Wallis und vor allem in Graubünden bleibt die Schneedeckenstruktur schwach, und es besteht die Möglichkeit, dass vereinzelte Lawinen sogar in bodennahen Schwachschichten abgehen.Bei leichtem Schneefall und Nordwind bildeten sich am Sonntag vor allem an der Nordflanke der Alpen meist kleine Triebschneeansammlungen. Diese werden im Laufe des Montags in allen Regionen weiter anwachsen."
"Triebschnee und Altschneeproblem"
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien "Triebschnee und Altschneeproblem":
Das Altschneeproblem bezieht sich auf Lawinen, die durch veränderte Schichten unter einer älteren Schneeschicht ausgelöst werden können.
Durch den Wind wird Schnee von windzugewandten auf windabgewandte Stellen verfrachtet, wodurch Triebschnee entsteht. Diese Umverteilung kann zu Schwachschichten in der Schneedecke führen, die wiederum Lawinenabbrüche verursachen können.
Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen der Schweiz individuell stark ausgeprägt.
Wo besteht heute Lawinengefahr in der Schweiz?
Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 3. Betroffen sind entsprechend:
- Nördliches Tujetsch
- Flims
- Konkordia Gebiet
- Leukerbad - Lötschental
- Glarus Süd-Sernftal
- Glarus Süd-Grosstal
- Nördliches Urseren
- Maderanertal
- Meiental
- Uri Rot Stock
- Schächental
- Bisistal
- Melchtal
- Engelberg
- Grimselpass
- Gadmertal
- Guttannen
- Hasliberg - Rosenlaui
- Schreckhorn
- Jungfrau - Schilthorn
- Blüemlisalp
Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig.
Lawinengefahr? Was die Warnstufen bedeuten
Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Wenn Sie in den betroffenen Gebieten Urlaub machen und planen, wandern oder skifahren zu gehen, ist es ratsam, sich vorab bei den örtlichen Touristinformationen zu erkundigen. Es wird dringend empfohlen, die ausgewiesenen Wege und Pisten in jedem Fall nicht zu verlassen. Entsprechend der Gefahrenstufen sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können insbesondere an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Das Auftreten größerer spontaner Lawinen ist nicht zu erwarten.
- Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Deutliche Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Lawinen können besonders leicht an steilen Hängen in bestimmten Höhenlagen ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich vorzugsweise auf geöffneten Abfahrten und ausgewiesenen Routen aufhalten.
Darüber hinaus empfielt es sich, auf die konkreten Lawinenprobleme zu achten:
Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 30.03.2026 um 15:59 Uhr). Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Laufe des Tages sowie von Tal zu Tal ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Auch interessant für die Schweiz:
- Unwetter in der Region Grenzfluss Sense BE, FR: Glätte-Warnung! Heute wird es ungemütlich
- Unwetter in der Region oberes Emmental BE: Wetterdienst warnt vor Glätte! Der Ausblick aufs Wetter
- Lawinenball, LVS und Co. - So verhalten Sie sich richtig!
- Lawinen-Katastrophen: Tausende Tote in einem Jahr! Die tödlichsten Unglücke in den Alpen
roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.