Lawinenwarnung bis Stufe 2: Diese Meldung gilt aktuell für Obere Leventina und andere Gebiete in der Schweiz

Vor Kurzem wurde für verschiedene Regionen in der Schweiz eine Lawinenwarnung herausgegeben. Welche Gefahren an welchem Ort genau lauern und welche örtlichen Besonderheiten Sie beachten sollten, erfahren Sie hier auf News.de.

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Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. (Foto) Suche
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Audrey

Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Untere Maggiatäler, Obere Leventina, Untere Leventina, Obere Maggiatäler, Riviera, Bedrettotal und Luganese Lawinengefahr besteht. Die Meldung ist vorerst bis zum 25.03.2026, um 16:00 Uhr gültig.

Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!

Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Schneedecke Die Anzahl der Stellen, an denen Lawinen in oberflächennahen Schneeschichten ausgelöst werden können, hat abgenommen. Im inneralpinen und südlichen Teil von Graubünden werden wiederholt vereinzelte Lawinen in bodennahen Schwachschichten ausgelöst, die noch an Größe zunehmen können. In anderen Regionen gibt es zwar noch Schwachschichten im bodennahen Altschnee an Schattenhängen, diese sind jedoch meist so dick bedeckt, dass eine Auslösung sehr unwahrscheinlich ist. Durch den stürmischen West- bis Nordwestwind wird zunächst noch lockerer Altschnee verweht, und sobald es zu schneien beginnt, wird auch der Neuschnee weitgehend verweht. Neu- und Verwehschnee lagert sich auf verschiedenen Untergründen ab, von denen einige ungünstig sind: an Nordhängen, besonders an geschützten Stellen, auf noch sehr losem Schnee, während er an Südhängen bis in hohe Lagen oft auf einer Kruste liegt. In vielen Fällen ist die Oberfläche des Altschnees zudem vom Wind profiliert und uneben."
Als Ursache für die Gefahrenlage wird vom Lawinenwarndienst Triebschnee angegeben. Triebschnee entsteht, wenn der Wind den Schnee von windzugewandten Hängen oder Kanten aufnimmt und auf windabgewandten Hängen oder Kanten absetzt. Durch die Verlagerung des Schnees kann es zu Schwachschichten innerhalb der Schneedecke kommen, die zu Lawinenabbrüchen führen können. Die Gefahrenwarnung mag auf den ersten Blick einheitlich erscheinen, aber es ist von großer Bedeutung zu beachten, dass die Warnstufen und die Beschaffenheit des Schnees je nach Region und Tageszeit variieren können.

Wo besteht heute Lawinengefahr in der Schweiz?

Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 2. Betroffen sind entsprechend:

  • Luganese
  • Die Riviera
  • Untere Maggiatäler
  • Untere Leventina
  • Obere Maggiatäler
  • Obere Leventina
  • Bedrettotal

Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig.

Wie Sie sich bei welcher Lawinenwarnstufe verhalten sollten

Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Reisen Sie in die betroffenen Gebiete und planen dort Aktivitäten wie Wandern oder Skifahren? Informieren Sie sich am besten im Voraus bei den lokalen Tourismusbüros. Es wird dringend empfohlen, die ausgewiesenen Wege und Pisten in jedem Fall nicht zu verlassen. Um sich vor Gefahren zu schützen, ist es wichtig, entsprechend der Gefahrenstufen bestimmte Regeln zu beachten.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. An extrem steilen Hängen können diese nur vereinzelt ausgelöst werden.

  • Es wird empfohlen, dass Personen, die sich im ungesicherten Gelände aufhalten, extrem steile Hänge einzeln befahren und dabei die Absturzgefahr ständig im Auge behalten.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Vor allem an extrem steilen Hängen besteht die Gefahr von Lawinenauslösungen. Es ist unwahrscheinlich, dass es zu größeren spontanen Lawinen kommt.

  • Bei einem problematischen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem) ist besondere Vorsicht angebracht..

Darüber hinaus empfielt es sich, auf das konkrete Lawinenproblem zu achten:

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 25.03.2026 um 14:59 Uhr). Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Laufe des Tages sowie von Tal zu Tal ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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