Lawinenwarnung bis Stufe 2: Diese Meldung für den deutschen Alpenraum sollten Ski-Fans und Wanderer heute ernstnehmen!

Am 23.03.2026 wurde für einzelne Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.

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Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. (Foto) Suche
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / altitudevisual

Die LWD Bayern meldete am 23.03.2026 um 16:00 Uhr, dass für die Gebiete Allgäuer Alpen Mitte, Werdenfelser Alpen und Berchtesgadener Alpen Lawinengefahr besteht. Die Warnung ist vorerst bis zum 24.03.2026 gültig.

"In höheren Lagen gibt es in Bodennähe Schwachstellen."

"In höheren Lagen gibt es in Bodennähe Schwachstellen."; warnte die Meldestelle. Weiterführend gilt: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 2200 Metern mäßig und darunter gering. Anhaltende Schwachschichten stellen ein Problem dar. Die wenigen lawinengefährdeten Stellen befinden sich in sehr steilem Gelände mit Nordwest-, Nord- bis Nordostausrichtung. Schneebrettlawinen können schon bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden und bleiben meist klein. In seltenen Fällen können Schneebretter bei starker Zusatzbelastung, beispielsweise durch eine kleine, oberflächliche Lawine, in tief liegenden Schwachschichten ausgelöst werden und dann mittlere Größe erreichen.

Sonneneinstrahlung kann kleine, nasse Lockerschneelawinen aus extrem steilem Gelände auslösen."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Als Ursache für die Gefahrenlage wird vom Lawinenwarndienst das Altschneeproblem angegeben. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "An schattigen Hängen in höheren Lagen (über 1500 m) finden sich stellenweise schwache Schichten unter älteren Windplatten. In höheren Lagen bestehen weiche Schichten in Bodennähe aus größeren, kantigen, manchmal abgerundeten Facettenkristallen. Die darüberliegende alte Schneedecke ist gut stabilisiert. Der wenige Neuschnee wird durch die Sonneneinstrahlung feucht und verliert an Festigkeit. In schattigen, windgeschützten Bereichen in höheren Lagen bleibt er pulvrig. Insgesamt liegt wenig Schnee, und die Südhänge werden immer dünner." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen sich in den einzelnen Regionen unterscheiden können.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen1
Allgäuer Alpen2
Ammergauer Alpen1
Werdenfelser Alpen2
Westliche Bayrische Voralpen1
Zentrale Bayrische Voralpen1
Östliche Bayrische Voralpen1
Westliche Chiemgauer Alpen1
Östliche Chiemgauer Alpen1
Berchtesgadener Alpen2

Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und des konkreten Lawinenproblems sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Diese können lediglich vereinzelt an sehr steilen Hängen ausgelöst werden.

  • Für Personen, die sich im ungesicherten Gelände aufhalten, wird empfohlen, extrem steile Hänge einzeln zu befahren und die Absturzgefahr immer im Auge zu behalten.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

  • Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).

  • Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 23.03.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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