Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung gilt aktuell für Engadin, Zuoz und andere Gebiete in der Schweiz
Vor Kurzem wurde für verschiedene Regionen in der Schweiz eine Lawinenwarnung herausgegeben. Welche Gefahren an welchem Ort genau lauern und welche örtlichen Besonderheiten Sie beachten sollten, erfahren Sie hier auf News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Schams, Sur Tasna, Val Suot, Savognin, Nördliches Prättigau, Corvatsch, Südliches Tujetsch, St. Moritz, Unteres Puschlav und Schanfigg Lawinengefahr besteht. Die Meldung ist vorerst bis zum 18.03.2026, um 16:00 Uhr gültig.
Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!
Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Schneedecke An windgeschützten, schattigen Hängen liegt der Neuschnee vom Wochenende stellenweise auf Oberflächenrauhschnee. Durch starke Winde aus wechselnden Richtungen wird zudem loser Neuschnee verfrachtet, was zur Bildung von Schneeverwehungen führt, die leicht auslösen können. Bei den starken Südwinden am Mittwoch werden sich weitere kleine Schneeverwehungen bilden.In den inneralpinen Gebieten des Wallis und Graubündens liegen die Schichten aus Neuschnee und Verwehungen zudem auf einem schwachen Altschnee mit ausgeprägten Schwachschichten in Bodennähe. Lawinen können sich manchmal in diese tiefen Schwachschichten ausbreiten oder dort in Einzelfällen direkt ausgelöst werden. In anderen Regionen bestehen an schattigen Hängen stellenweise noch Schwachschichten im alten bodennahen Schneedeckenaufbau, die jedoch mittlerweile meist so dick bedeckt sind, dass sie weitgehend unempfindlich gegenüber Auslösung sind."
"Triebschnee, Altschneeproblem und Nassschneeproblem"
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien "Triebschnee, Altschneeproblem und Nassschneeproblem":
Das Altschneeproblem bezieht sich auf Lawinen, die durch veränderte Schichten unter einer älteren Schneeschicht ausgelöst werden können.
Triebschnee entsteht, wenn der Wind den Schnee von windzugewandten auf windabgewandte Stellen verfrachtet. Dies kann zu Schwachschichten in der Schneedecke führen, die zu Lawinenabbrüchen führen können.
Bei Temperaturanstiegen, Sonneneinstrahlung oder Regen kann sich eine instabile Schneedecke bilden, weil der Schnee feucht wird. Der Nassschnee kann schwerer werden und in die tieferen Schichten der Schneedecke eindringen, was Schwachstellen und Schmelzformen begünstigt, die Lawinen auslösen können.
Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen der Schweiz individuell stark ausgeprägt.
Wo besteht heute Lawinengefahr in der Schweiz?
Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 3. Betroffen sind entsprechend:
- Münstertal
- Unteres Puschlav
- Oberes Puschlav
- Bergell
- Val dal Spöl
- Val Suot
- Sur Tasna
- Östliche Silvretta
- Samnaun
- Val Chamuera
- St. Moritz
- Zuoz
- Bernina
- Corvatsch
- Basso Moesano
- Alto Moesano
- Bleniotal
- Bivio
- Avers
- Savognin
- Albulatal
- Rheinwald
- Schams
- Domleschg - Lenzerheide
- Zervreila
- Val Sumvitg
- Obersaxen - Safiental
- Südliches Tujetsch
- Davos
- Schanfigg
- Westliche Silvretta
- Südliches Prättigau
- Nördliches Prättigau
Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig.
Lawinengefahr? Was die Warnstufen bedeuten
Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Reisen Sie in die betroffenen Gebiete und planen dort Aktivitäten wie Wandern oder Skifahren? Informieren Sie sich am besten im Voraus bei den lokalen Tourismusbüros. Unter allen Umständen sollte darauf geachtet werden, die markierten Wege und Pisten nicht zu verlassen. Um sich vor Gefahren zu schützen, ist es wichtig, entsprechend der Gefahrenstufen bestimmte Regeln zu beachten.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. Auslösungen dieser Art können lediglich an sehr steilen Hängen in Einzelfällen vorkommen.
- Wer sich im ungesicherten Gelände aufhält, sollte extrem steile Hänge einzeln befahren und dabei immer die Gefahr eines Absturzes im Blick behalten.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
- Bei einem problematischen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem) ist allerdings besondere Vorsicht geboten..
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Wintersportler sollten sich der Gefahr in dieser Situation bewusst sein und unbedingt vorsorgliche Maßnahmen treffen, indem sie sehr steile Hänge vermeiden.
Es ist ratsam, dass unerfahrene Wintersportler sich auf geöffneten Abfahrten und ausgewiesenen Routen aufhalten.
Darüber hinaus empfielt es sich, auf die konkreten Lawinenprobleme zu achten:
Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 18.03.2026 um 14:59 Uhr). Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Laufe des Tages sowie von Tal zu Tal ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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