Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Lawinengefahr für Saas Fee und andere Gebiete in der Schweiz sollten Wanderer heute ernstnehmen!
Kürzlich wurde für einzelne Regionen in der Schweiz eine Lawinenwarnung herausgegeben. Erfahren Sie hier bei News.de, wo welche Gefahr konkret besteht und welche spezifischen Sicherheitsmaßnahmen vor Ort zu beachten sind.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Das SLF meldet aktuell, dass unter anderem für die Gebiete Südliches Simplon Gebiet, Grimselpass, Schams, Untere Maggiatäler, Avers, Zermatt, Alto Moesano, Südliches Tujetsch, Riviera und Untere Leventina Lawinengefahr besteht. Die Meldung ist vorerst bis zum 16.03.2026, um 16:00 Uhr gültig.
Lawinengefahr: Darauf sollten Sie achten!
In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Schneedecke Südlich einer Linie Rhône–Rhein liegt der Neuschnee vom Wochenende auf einer schwachen Altschneedecke. In diesen Regionen können Lawinen in tiefen Schwachschichten ausgelöst werden. Zudem wird der Neuschnee durch den starken Nordwind verweht und bildet Schneeverwehungen, die leicht auslösbar sind. Auch im Neuschnee und im Verwehschnee ist mit Lawinenauslösung zu rechnen, insbesondere in den südlichen Regionen, in denen es stark geschneit hat.Nördlich einer Linie Rhône–Rhein sind die Schwachschichten im Altschnee meist dick bedeckt und können nur vereinzelt ausgelöst werden. Die Hauptgefahr in diesen Regionen geht vom Neuschnee und dem Verwehschnee des Wochenendes aus, der teilweise auf Oberflächenrauhfrost an windgeschützten, schattigen Hängen liegt."
"Neuschneeproblem, Altschneeproblem und Nassschneeproblem"
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien "Neuschneeproblem, Altschneeproblem und Nassschneeproblem":
Das Altschneeproblem bezieht sich auf Lawinen, die durch veränderte Schichten unter einer älteren Schneeschicht ausgelöst werden können.
Wenn Neuschnee auf eine bestehende Schneedecke fällt, kann zudem eine instabile Schichtung entstehen, auf der der neue Schnee nicht gut haftet. Diese Schicht kann unter bestimmten Bedingungen brechen.
Bei Temperaturanstiegen, Sonneneinstrahlung oder Regen kann sich eine instabile Schneedecke bilden, weil der Schnee feucht wird. Der Nassschnee kann schwerer werden und in die tieferen Schichten der Schneedecke eindringen, was Schwachstellen und Schmelzformen begünstigt, die Lawinen auslösen können.
Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Gefahrenwarnung sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen und die Details zur Schneebeschaffenheit in den einzelnen Regionen sowie zu unterschiedlichen Tageszeiten voneinander abweichen können.
Aktuelle Lawinenwarnstufen in der Schweiz am 16.03.2026
Für alle in der jüngsten Lawinenwarnung herausgegebenen Gebiete gilt die Warnstufe 3. Betroffen sind entsprechend:
- Unteres Puschlav
- Oberes Puschlav
- Bergell
- Val Chamuera
- St. Moritz
- Zuoz
- Bernina
- Corvatsch
- Basso Moesano
- Alto Moesano
- Mendrisiotto
- Luganese
- Die Riviera
- Untere Maggiatäler
- Untere Leventina
- Obere Maggiatäler
- Bleniotal
- Obere Leventina
- Bedrettotal
- Bivio
- Avers
- Rheinwald
- Schams
- Zervreila
- Val Sumvitg
- Obersaxen - Safiental
- Südliches Tujetsch
- Nördliches Tujetsch
- Südliches Obergoms
- Nördliches Obergoms
- Binntal
- Südliches Simplon Gebiet
- Nördliches Simplon Gebiet
- Mattmark
- Monte Rosa
- Saas Fee
- Zermatt
- Südliches Urseren
- Nördliches Urseren
- Grimselpass
Die hier gemeldeten Regionen sind jedoch nicht die einzigen, in denen gerade eine potenzielle Gefahr für Lawinen besteht. Vielmehr sind verteilt über die gesamte Schweiz Warnungen verschiedener Stufen weiterhin gültig.
Wie Sie sich bei welcher Lawinenwarnstufe verhalten sollten
Wie sich die Lage in nächster Zeit entwickelt, ist schwer zu sagen, auch die Meldestelle hat sich dazu bisher nicht geäußert. Reisen Sie in die betroffenen Gebiete und planen dort Aktivitäten wie Wandern oder Skifahren? Informieren Sie sich am besten im Voraus bei den lokalen Tourismusbüros. In jedem Fall wird darauf hingewiesen, die ausgeschriebenen Wege und Pisten nicht zu verlassen. Entsprechend der Gefahrenstufen sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 1 ist die Gefahr für Lawinen gering. An extrem steilen Hängen können diese nur vereinzelt ausgelöst werden.
- Wer sich im ungesicherten Gelände aufhält, sollte extrem steile Hänge einzeln befahren und dabei immer die Gefahr eines Absturzes im Blick behalten.
Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.
- Bei einem ungünstigen Aufbau der Schneedecke (Altschneeproblem) ist jedoch besondere Vorsicht geboten..
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen sind klare Anzeichen für diese Gefahr. Lawinen können besonders leicht an steilen Hängen in bestimmten Höhenlagen ausgelöst werden.
In dieser Situation ist es für Wintersportler besonders gefährlich, daher wird dringend empfohlen, risikomindernde Maßnahmen zu ergreifen und extrem steile Hänge zu meiden.
Es ist ratsam, dass unerfahrene Wintersportler sich auf geöffneten Abfahrten und ausgewiesenen Routen aufhalten.
Darüber hinaus empfielt es sich, auf die konkreten Lawinenprobleme zu achten:
Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
Meiden Sie große Steilhänge, denn das Altschneeproblem ist eine der Hauptursachen von tödlichen Lawinenunfällen bei Wintersportlern.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des SLF generiert. Datenupdates erfolgen täglich (zuletzt am 16.03.2026 um 14:59 Uhr). Beachten Sie bitte, dass sich im Verlauf des Tages und von Tal zu Tal die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen ändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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