Tourismus News: Reiseverband: Im Hotel bleiben, nicht auf eigene Faust handeln
Mehr als 30.000 Urlauber sitzen nach Luftraumsperrungen im Nahen Osten fest. Wie Reiseveranstalter und Regierung jetzt an einer sicheren Rückkehr arbeiten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Reisewirtschaft setzt angesichts der Eskalation im Nahen Osten und gesperrter Lufträume auf eine enge Abstimmung mit der Bundesregierung, um festsitzende Urlauber zurückzubringen. "Die Sicherheit der Reisenden und der Partner vor Ort hat stets oberste Priorität", sagte Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reiseverbands (DRV), am Morgen im Deutschlandfunk.
Solange der Luftraum gesperrt sei, gebe es "keine Möglichkeit, Flüge anzubieten". Reiseveranstalter seien jedoch vorbereitet, sobald sich die Lage entspanne. Man stehe "im ständigen Kontakt mit den lokalen Partnern, mit den Sicherheitsbehörden und mit dem Auswärtigen Amt".
Reisehinweise sollten "wirklich sehr ernst genommen werden"
Pauschalreisende seien in ihren Hotels untergebracht - das sei "der Vorteil der Pauschalreise". Zugleich bekräftigte Schäfer die Empfehlung des Auswärtigen Amts, "im Hotel zu bleiben und sich nicht auf eigene Faust in ein anderes Land oder zum Flughafen zu begeben". Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts seien "ein sehr wichtiges Instrument und sollten wirklich sehr ernst genommen werden".
Grundsätzlich liege die Entscheidung für oder gegen eine Reise beim Einzelnen. "Man kann Menschen keine Reisen verbieten. Jeder muss selbst entscheiden, was er tut", sagte der DRV-Sprecher. Veranstalter informierten bei Pauschalreisen über die aktuellen Hinweise, Individualreisende müssten sich selbst um entsprechende Informationen kümmern.
Rund 30.000 Kunden deutscher Reiseveranstalter sitzen fest
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts nannte dies "eine einigermaßen verlässliche Größe".
Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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