Lawinenwarnung bis Stufe 4: Diese Meldung für den deutschen Alpenraum sollten Einheimische und Urlauber heute ernstnehmen!
Am 22.02.2026 wurde für verschiedene Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 22.02.2026 um 16:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Werdenfelser Alpen und Allgäuer Alpen Mitte. Die Warnung ist vorerst bis zum 23.02.2026 gültig.
"Plattenlawinen können sich immer noch von selbst lösen."
"Plattenlawinen können sich immer noch von selbst lösen."; heißt es jüngst in der Gefahrenwarnung. Desweiteren gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1800 Metern hoch und darunter erheblich. Das Hauptproblem ist die große Menge an Neuschnee der letzten Woche. Schneebrettlawinen können in allen Expositionen und Höhenlagen durch eine geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden. In sehr steilem Gelände in höheren Lagen können sie sich auch selbst lösen. In extrem steilem, felsigem Gelände löst sich der Neuschnee in Form von Lockerschneelawinen. Lawinen können groß werden und bis in die Flachlagen vordringen.
Auch Nassschnee ist problematisch. Aufgrund der Niederschläge bis auf 1800 m ist in sehr steilem Gelände mit spontanen mittelgroßen Lockerschneelawinen zu rechnen. An steilen Hängen mit glattem Untergrund, wie z. B. an Wiesenhängen, Felsplatten oder in lichten Laubwäldern, ist unter offenen Schneetaschen mit Gleitschneelawinen zu rechnen. Freiliegende Transportwege können von Nassschneelawinen getroffen werden."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Neuschneeproblem und Nassschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Schneeverwehungen sind in allen Lagen zu finden. In höheren Lagen liegen sie oft auf Graupel, altem Oberflächenreif, weichen Zwischenschichten oder im Bereich dünner Krusten auf facettierten Kristallen. Oberhalb von 1800 m gibt es in der Schneedecke an schattigen Hängen schwache Schichten aus facettierten Kristallen. Bis auf etwa 1800 m wird die Schneedecke durch Niederschläge durchnässt. In mittleren Höhenlagen ist die Basis der Schneedecke meist nass." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen sich in den einzelnen Regionen unterscheiden können.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 3 |
| Allgäuer Alpen | 4 |
| Ammergauer Alpen | 3 |
| Werdenfelser Alpen | 4 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 3 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 3 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 3 |
| Berchtesgadener Alpen | 3 |
Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Bei Stufe 4 ist die Lawinengefahr groß. Spontane, große Lawinen sind wahrscheinlich. An Steilhängen können sie besonders leicht ausgelöst werden, oft auch durch Fernauslösungen.
Es ist wichtig, Geräusche und Risse zu beachten.
Personen im ungesicherten Gelände sollten sich auf mäßig steiles Gelände beschränken und die Auslaufbereiche großer Lawinen im Auge behalten.
Unerfahrene Wintersportler sollten lieber auf geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.
Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 22.02.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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