Lawinenwarnung bis Stufe 4: Diese Meldung für die Regionen Allgäuer Alpen Mitte und Werdenfelser Alpen sollten Sie heute ernstnehmen!

Am 21.02.2026 wurde für einzelne Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.

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Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. (Foto) Suche
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / Denis Radermecker

Die LWD Bayern meldete am 21.02.2026 um 16:00 Uhr, dass für die Gebiete Allgäuer Alpen Mitte und Werdenfelser Alpen Lawinengefahr besteht. Die Warnung ist vorerst bis zum 22.02.2026 gültig.

"In hohen Lagen sind große, spontane Schneebrettlawinen möglich."

"In hohen Lagen sind große, spontane Schneebrettlawinen möglich."; teilte der Lawinenwarndienst in der Meldung mit. Desweiteren gab der Lawinenarndienst an: "Oberhalb von 1600 Metern ist die Lawinengefahr gross, darunter erheblich. Das Hauptproblem ist der Neuschnee. Lawinen können sich in allen Expositionen und Höhenlagen lösen, entweder von selbst oder mit einer kleinen zusätzlichen Belastung. Selbst in steilen Lichtungen oder Gängen in Bergwäldern besteht Lawinengefahr. Aus extrem steilem Gelände wird Neuschnee in Form von Lockerschneelawinen abgegeben. Lawinen können gross werden und bis ins Flachland vordringen. Auch Nassschnee ist problematisch. Aufgrund der Niederschläge bis auf ca. 1800 m ist mit spontanen mittelgrossen Lockerschneelawinen aus sehr steilem Gelände, wie z. B. Waldschneisen, zu rechnen. Auch auf sehr steilen Hängen mit glattem Untergrund sind Gleitschneelawinen möglich. Freiliegende Transportwege können von Lawinen getroffen werden."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Neuschneeproblem und Nassschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Bei stürmischen Winden und Schneefall wächst die Schneedecke weiter an. Potenzielle Schwachschichten aus Graupel, Oberflächenreif oder facettierten Kristallen im Bereich dünner Krusten finden sich im oberen Teil der Schneedecke in allen Expositionen. Oberhalb von 1800 m gibt es Schwachschichten aus facettierten Kristallen in der Schneedecke auf den schattigen Hängen. Bis auf rund 1800 m schwächt Regen die Schneedecke während des Tages. In mittleren Höhenlagen ist die Schneedecke teilweise nass." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen Bayerns individuell stark ausgeprägt.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen3
Allgäuer Alpen4
Ammergauer Alpen3
Werdenfelser Alpen4
Westliche Bayrische Voralpen3
Zentrale Bayrische Voralpen3
Östliche Bayrische Voralpen3
Westliche Chiemgauer Alpen3
Östliche Chiemgauer Alpen3
Berchtesgadener Alpen3

Was bedeutet die Gefahrenmeldung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.

Bei Stufe 4 ist die Lawinengefahr groß. Spontane, große Lawinen sind wahrscheinlich. An Steilhängen können sie besonders leicht ausgelöst werden, oft auch durch Fernauslösungen.

  • Es ist wichtig, Geräusche und Risse zu beachten.

  • Personen im ungesicherten Gelände sollten sich auf mäßig steiles Gelände beschränken und die Auslaufbereiche großer Lawinen im Auge behalten.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten lieber auf geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.

  • Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.

  • Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 21.02.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Wie gefährlich Lawinen vor allem für Wanderer und Skifahrer sein können und wie Sie sich im Ernstfall verhalten müssen, lesen Sie hier bei uns:

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