Lawinenwarnung bis Stufe 4: Diese Meldung für die Region Allgäuer Alpen Mitte sollten Sie heute ernstnehmen!
Am 20.02.2026 wurde für verschiedene Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am 20.02.2026 um 16:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Werdenfelser Alpen und Allgäuer Alpen Mitte. Die Warnung ist vorerst bis zum 21.02.2026 gültig.
"Die Schneeverwehungssituation ist weiterhin schwierig."
"Die Schneeverwehungssituation ist weiterhin schwierig."; heißt es jüngst in der Gefahrenwarnung. Weiterführend gilt: "Die Lawinengefahr ist oberhalb von 1600 Metern hoch und darunter erheblich. Das Hauptproblem ist der Neuschnee. Lawinen können sich in allen Expositionen und Höhenlagen lösen, entweder von selbst oder durch eine geringe zusätzliche Belastung. Selbst in steilen Lichtungen oder Gängen in Bergwäldern besteht Lawinengefahr. Aus extrem steilem Gelände wird Neuschnee in Form von Lockerschneelawinen abgegeben. Lawinen können groß werden und bis ins Flachland vordringen. Auch Nassschnee wird zum Problem. Bei Tagesveränderungen ist aufgrund von Niederschlägen aus sehr steilem Gelände, wie z. B. Waldschneisen, bis auf 1400 m mit spontanen mittelgroßen Lockerschneelawinen zu rechnen. Auch auf sehr steilen Hängen mit glattem Untergrund sind Gleitschneelawinen möglich. Freiliegende Transportwege können von Lawinen getroffen werden."
Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme
Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Neuschneeproblem und Nassschneeproblem. Bezüglich der Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Weicher Neuschnee liegt über großen Schneeverwehungen, die leicht ausgelöst werden können. Nordwestwinde bilden neue Windplatten. In allen Hängen gibt es potenzielle Schwachschichten aus Graupel, Oberflächenreif oder facettierten Kristallen im Bereich dünner Krusten im oberen Teil der Schneedecke. Oberhalb von 1800 m gibt es schwache Schichten aus facettierten Kristallen in der Schneedecke auf den schattigen Hängen. Bis auf ca. 1400 m schwächt Regen die Schneedecke während des Tages. In mittleren Höhenlagen ist die Schneedecke teilweise feucht oder nass. Die Schneehöhen variieren aufgrund der starken Winde stark im Gelände." Trotz dieser recht einheitlich wirkenden Beschreibung der Schneedecke sei jedoch zu beachten, dass die Warnstufen in den einzelnen Regionen sowie zu unterschiedlichen Tageszeiten voneinander abweichen können.
Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen
| Region | Warnstufe |
|---|---|
| Allgäuer Voralpen | 3 |
| Allgäuer Alpen | 4 |
| Ammergauer Alpen | 3 |
| Werdenfelser Alpen | 4 |
| Westliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Zentrale Bayrische Voralpen | 3 |
| Östliche Bayrische Voralpen | 3 |
| Westliche Chiemgauer Alpen | 3 |
| Östliche Chiemgauer Alpen | 3 |
| Berchtesgadener Alpen | 3 |
Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?
Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln befolgen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.
Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.
Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.
Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.
Bei Stufe 4 ist die Lawinengefahr groß. Spontane, große Lawinen sind wahrscheinlich. An Steilhängen können sie besonders leicht ausgelöst werden, oft auch durch Fernauslösungen.
Es ist wichtig, Geräusche und Risse zu beachten.
Personen im ungesicherten Gelände sollten sich auf mäßig steiles Gelände beschränken und die Auslaufbereiche großer Lawinen im Auge behalten.
Unerfahrene Wintersportler sollten lieber auf geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.
Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.
Wenn es auf eine trockene Schneedecke regnet, tritt das Problem in der Regel unmittelbar auf. Gutes Timing und eine gute Tourenplanung sind entscheidend bei der Lawinenvermeidung. Deshalb sollten Sie Lawinenauslaufbereiche beachten.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 20.02.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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