Lawinenwarnung bis Stufe 4: Diese Meldung gilt aktuell für Bayern

Am 10.01.2026 wurde für die Region Allgäuer Alpen Mitte in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.

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Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. (Foto) Suche
Vorsicht vor Lawinengefahr: Bitte informieren Sie sich über aktuelle Warnungen und beachten Sie sichere Routen. Bild: Adobe Stock / altitudevisual

Die LWD Bayern meldete am 10.01.2026 um 16:00 Uhr, dass für die Gebiete Allgäuer Alpen Mitte Lawinengefahr besteht. Die Meldung gilt vorerst bis zum 11.01.2026, um 16:00 Uhr .

"Lawinen können gefährlich groß werden."

"Lawinen können gefährlich groß werden."; teilte der Lawinenwarndienst in der Meldung mit. Weiterführend gilt: "Oberhalb der Baumgrenze ist die Lawinengefahr hoch, unterhalb davon erheblich. Das Hauptproblem in allen Höhenlagen sind Windplattenlawinen. In verwehten Bereichen können Plattenlawinen leicht ausgelöst werden, insbesondere an steilen Hängen mit Nord- bis Ost- bis Südausrichtung sowie in Rinnen und Mulden mit geringer Zusatzbelastung. Lawinengefährdete Stellen sind zahlreich und finden sich auch in Waldübergangsbereichen sowie in Waldgängen und Lichtungen. Lawinen können groß werden. Außerdem löst sich der Neuschnee aus dem felsigen Steilgelände in Form von Lockerschneelawinen, insbesondere bei Sonnenschein. Tiefere Schwachschichten können durch die zusätzliche Belastung gestört werden, und es kann dann zur Selbstauslösung größerer Schneebrettlawinen kommen."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee und Neuschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "Die Schneeschichtung ist ungünstig. In den Lee-Bereichen der Osthänge sowie in Schluchten, Mulden und Waldlücken haben sich große Schneeverwehungen gebildet. Diese liegen auf weichen Schichten oder Oberflächenreif und sind mit schwachen Schichten durchsetzt, die sich während Niederschlagspausen gebildet haben. Weicher Neuschnee fällt auf die unterschiedlich dicke Schneedecke, wodurch lawinengefährdete Stellen schwer zu erkennen sind. Die Schneekristalle verlieren ihre Bindung, insbesondere wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, und der weiche Neuschnee wird instabil. In hohen Lagen besteht die Basis der Schneedecke oft aus facettierten Kristallen." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen des deutschen Alpenraums individuell stark ausgeprägt.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen3
Allgäuer Alpen4
Ammergauer Alpen3
Werdenfelser Alpen3
Westliche Bayrische Voralpen3
Zentrale Bayrische Voralpen3
Östliche Bayrische Voralpen3
Westliche Chiemgauer Alpen3
Östliche Chiemgauer Alpen3
Berchtesgadener Alpen3

Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.

Bei Stufe 4 ist die Lawinengefahr groß. Spontane, große Lawinen sind wahrscheinlich. An Steilhängen können sie besonders leicht ausgelöst werden, oft auch durch Fernauslösungen.

  • Es ist wichtig, Geräusche und Risse zu beachten.

  • Personen im ungesicherten Gelände sollten sich auf mäßig steiles Gelände beschränken und die Auslaufbereiche großer Lawinen im Auge behalten.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten lieber auf geöffneten Abfahrten und Routen bleiben.

  • Bei trockenen Schneebrettlawinen sollten Sie warten, bis sich der Neuschnee stabilisiert hat.Bei trockenen Lockerschneelawinen sind besonders die Mitreiß- und Absturzgefahr im extremen Steilgelände zu beachten.

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 10.01.2026 um 16:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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