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Von news.de-Redakteurin - 19.01.2014, 08.00 Uhr

Zauberhaftes Marrakesch: Ein Feuerwerk der Sinneseindrücke

Wer das erste Mal die Altstadt von Marrakesch betrittst, dem könnte schnell der Kopf schwirren – die Eindrücke in der nordafrikanischen Stadt sind schier überwältigend. Farben, Klänge und Düfte sind allgegenwärtig und laden ein, diese faszinierende Stadt mit allen Sinnen zu genießen.

Es ist ein wahrer Augenschmaus, der sich Besuchern in den Straßen der Medina in Marrakesch bietet. Die Fülle der farbenfrohen Waren, von kunstvollen Berberteppichen über buntes Geschirr und handgefärbte Stoffe bis zu orientalisch-verschnörkelten Lampen und Korbwaren, ist umwerfend. Egal wohin man gehst, in den kleinen Altstadtgassen ist der Klang orientalischer Musik nicht fern, die Melodien der Mizmar, die unserer Klarinette ähnelt, oder der Nai, einer traditionellen Flötenart, sind nicht zu überhören.

Und dann dieser Duft... Von den Marktständen strömen verlockende Aromen von Gewürzen und marokkanischen Spezialitäten herüber; Kreuzkümmel, Koriander, Zimt und Muskatnuss verbinden sich zu einer würzigen Sinfonie, ein paar Schritte weiter steigt Besuchern das Aroma von Ingwer und Safran in die Nase. Spätestens, wenn einen der süße Hauch von Datteln und Mandelplätzchen erreicht, beginnt der Magen zu knurren.

Das Feinschmeckerparadies in Frauenhand

Es ist also höchste Zeit für einen Imbiss – dafür sollte man in eines der traditionellen marokkanischen Spezialitäten auf der Speisekarte zu den besten der Stadt gehören – mittlerweile kommen Besucher aus aller Welt ins Al Fassia, um sich kulinarisch betören zu lassen. «Wir haben viele Gäste aus Frankreich und Großbritannien hier, auch US-Amerikaner kommen oft zum Essen, ebenso wie Besucher aus den Golfstaaten und natürlich aus Marokko», verrät Saïda Chab, die Managerin des Al Fassia.

Mit kulinarischer Kreativität und einem besonderen Konzept haben es die Chab-Schwestern geschafft, sich in der von Männern dominierten Welt Marrakeschs zu etablieren. «Wir haben es uns zum Ziel gemacht, die marokkanische Gastfreundschaft zu respektieren, zu teilen und zu leben», erklärt Saïdas Schwester Myra das Motto der Restaurants. «Deshalb haben wir das Al Fassia Aguedal großzügig gestaltet und mit zusätzlichen Unterkünften für Urlauber ergänzt», verweist die stellvertretende Managerin auf das zum Restaurant gehörende Hotel, das sich Getrockneter Ingwer, Zimt, Olivenöl und Knoblauch gehören unbedingt in die marokkanische Küche», verrät Mariam Chab. «Aromatische Zutaten wie Kumin, schwarzer Pfeffer und das Edelgewürz Safran runden die Mischung ab. Grundsätzlich ist die marokkanische Küche sehr sinnlich und farbenfroh», schwärmt die Marketingmanagerin des Al Fassia. Wenn es um ihre marokkanischen Lieblingsgerichte geht, sind sich die drei Chab-Schwestern einig: «Die Kombination von süßen und herzhaften Elementen, wie sie in Pastilla oder einer Lamm-Tagine mit karamellisierten Backpflaumen vorkommt, ist einfach unschlagbar lecker», erklärt Myra Chab.

Besonders abends geht das Schlemmen richtig los, denn tagsüber ist es für üppige Mahlzeiten schlichtweg zu heiß. Deswegen beginnt der Tag meist im Laufe des Vormittags mit leichten Salaten oder frischem Obst. Dafür darf abends in geselliger Runde richtig zugelangt werden. Die bereits erwähnte Pastilla ist ein köstlicher Klassiker: Für diese herzhaft gefüllte Pastete, die man oft als Vorspeise serviert, wird langsam gegartes Geflügelfleisch mit Mandeln, Zimt, Zucker und Gewürzen kombiniert. Zubereitet wird die salzig-süße Mischung in hauchdünnem Werqa-Teig, der Ähnlichkeit mit Filoteig hat.

Eine traditionelle Gaumenfreude sind Tagines. Ihren Namen haben die würzigen Fleischeintöpfe von den Gefäßen, in denen sie zubereitet werden und die praktisch auf jedem Markt angeboten werden. Die Tontöpfe mit Henkeln eignen sich perfekt zum langsamen Garen der Zutaten, die erst auf diese Weise ihr unvergleichliches Aroma entfalten. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – für Tagine-Gerichte wird Geflügel mit Oliven und Zitrone kombiniert oder zartes Lammfleisch mit Möhren, Knoblauch, Kartoffeln und Gewürzen vereint.

Lammfleisch ist auch bei den Gästen im Al Fassia sehr beliebt: «Gebratene Lammschulter, unsere reichhaltige Salatauswahl und die Pastilla mit Taubenfleisch wird neben Couscous am häufigsten bestellt», erklärt Myra. Dazu sollte man unbedingt ein Glas Atay probieren – dieser grüne Tee wird zusammen mit marokkanischer Minze zubereitet und ist gleichzeitig erfrischend und belebend.

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