Promi-News: Block-Kinder sprechen in neuem Podcast - Anwalt verärgert
Im neuen Podcast von "Zeit Verbrechen" über den spektakulären Fall Block sind die Stimmen von zwei Töchtern zu hören. Das hat eine Debatte im Gerichtssaal ausgelöst.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder haben Äußerungen in dem neuen Podcast "House of Block" für Unmut bei der Verteidigung gesorgt. Der Podcast von "Zeit Verbrechen" über den Fall zeige, dass der Ex-Ehemann Stephan Hensel die Kinder sehr frühzeitig mit der Presse in Kontakt gebracht habe, sagte Botts Verteidiger Ingo Bott am 78. Verfahrenstag im Landgericht. "Es ist das erste Mal, dass meine Mandantin nach zweieinhalb Jahren die Stimme ihrer Tochter hört."
Drei der acht Folgen von "House of Block" sind seit Dienstag veröffentlicht, wie die Zeit Verlagsgruppe mitteilte. Darin sind unter anderem Gespräche mit der Familie des Ex-Mannes im Januar 2024 in Dänemark zu hören.
In deren Äußerungen werde über seine Mandantin "hergezogen", sagte Bott. Block könne das "kaum ertragen". In dem Podcast hatte die Journalistin berichtet, dass sie mehrfach vergeblich auch versucht habe, ein Interview mit Christina Block zu bekommen.
Jüngste Tochter berichtet im Podcast über ihre Entführung
In dem Podcast schildert die jüngste Tochter von Christina Block ihre Entführung in der Silvesternacht 2023/24, damals war sie 13 Jahre alt. Auch die älteste Tochter des Ex-Paares Block/Hensel, die mit Einverständnis der Mutter zum Vater zog, ist zu hören. Vor Gericht hatte die jüngste Tochter nicht als Zeugin aussagen wollen, das älteste Kind war nicht als Zeugin geladen.
Die 53 Jahre alte Hamburger Unternehmerin Block ist angeklagt, nach einem erbitterten Sorgerechtsstreit eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihre Tochter und den damals zehnjährigen Sohn vom Wohnort des Vaters Stephan Hensel in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Der hatte die beiden jüngsten Kinder des Ex-Paares nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht nach Hamburg zurückgebracht.
Nur ein Israeli hat die Vorwürfe eingeräumt
Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette Block House, Eugen Block, bestreitet die Tat. Ein 37-Jähriger aus Israel ist der einzige der insgesamt sieben Angeklagten, der die Vorwürfe gegen ihn eingeräumt hat.
Auslöser der Debatte über den Podcast war, dass die Vorsitzende Richterin einen rechtlichen Hinweis gegeben hatte: Das Gericht wisse, dass die Berichterstattung über das Verfahren weit über das gewöhnliche Maß hinausgehe. Die Verteidiger mehrerer Angeklagter und Vertreter der Nebenklage hätten an der öffentlichen Berichterstattung mitgewirkt, Interviews gegeben und an Podcasts teilgenommen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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