Hayden Panettiere tot: Trieb ein Zebra-Unfall sie in die Drogensucht?

Ein Sturz vom Zebra veränderte ihr Leben für immer: "Heroes"-Star Hayden Panettiere ist mit nur 36 Jahren gestorben. Der Unfall als Teenager führte zu schweren Verletzungen – und offenbar in eine jahrelange Suchtspirale.

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Schauspielerin Hayden Panettiere (†36) hat einen langen Leidensweg hinter sich. Ein Unfall bei Dreharbeiten trieb sie in die Opioid-Abhängigkeit. (Foto) Suche
Schauspielerin Hayden Panettiere (†36) hat einen langen Leidensweg hinter sich. Ein Unfall bei Dreharbeiten trieb sie in die Opioid-Abhängigkeit. Bild: picture alliance /dpa/Nina Prommer
  • Tödlicher Absturz mit 36 Jahren – Ermittler prüfen mögliche Überdosis
  • Sturz vom Zebra wurde für Hayden Panettiere zum folgenschweren Wendepunkt
  • Schwere Verletzungen führten zu chronischen Schmerzen und Opioidmissbrauch
  • Acht Monate Entzug sollten die Schauspielerin schließlich retten

US-Schauspielerin Hayden Panettiere ist tot. Die 36-Jährige wurde am Sonntag ohne Lebenszeichen in einer Airbnb-Unterkunft in South Carolina aufgefunden. Seitdem vergeht kein Tag, an dem es nicht weitere, traurige Details über die letzten Stunden der Schauspielerin zu vermelden gibt. Auch rührende Abschiedsworte von Freunden und Wegbegleitern rühren zu tiefst.

Hayden Panettiere tot - war es eine Überdosis?

Während die Welt trauert, untersuchen die Behörden derzeit die näheren Umstände ihres Todes. Nach Angaben mehrerer US-Medien gehen die Ermittler von einer möglichen Überdosis aus - eine, mit einer langen Geschichte.

Drogenmissbrauch und Alkohol - Schauspielerin berichtet über dramatische Entwicklungen

Panettiere blickte auf eine jahrelange Abhängigkeitsgeschichte zurück, die sie in ihren Memoiren "This is Me: A Reckoning" offen schilderte. Opioidmissbrauch, Alkoholsucht und psychische Probleme begleiteten die Schauspielerin über weite Strecken ihres Erwachsenenlebens. Als möglichen Ursprung ihrer Leidensgeschichte benannte sie selbst einen schweren Unfall bei Filmarbeiten, den sie als Teenager erlitt.

Ein Sturz vom Zebra mit fatalen Folgen

Der Ursprung von Panettieres Leidensweg reicht bis ins Jahr 2005 zurück. Bei den Dreharbeiten zum Kinderfilm "Im Rennstall ist das Zebra los" in Südafrika warf ein Zebra die damals 15-Jährige ab. Für die Produktion hatte sie wochenlang Reitunterricht genommen und zahlreiche Stunts ohne Double absolviert, berichtet die "Bild".

Die Verletzungen durch den Sturz waren schwerwiegend: Panettiere erlitt eine Gehirnerschütterung, ein massives Schleudertrauma sowie Schäden an zwei Halswirbeln. Was zunächst wie ein Arbeitsunfall am Filmset wirkte, sollte ihr restliches Leben prägen.

Noch über zwanzig Jahre nach dem Vorfall litt die Schauspielerin unter den Spätfolgen. "Auch mehr als 20 Jahre später machen mir diese Verletzungen noch zu schaffen", hielt sie in ihren Memoiren fest. Die anhaltenden Beschwerden im Nackenbereich wurden zum ständigen Begleiter – und trieben sie in die Abhängigkeit von starken Schmerzmitteln.

Opioide als Ausweg – und als tödliche Gefahr

Jedes Mal, wenn die Nackenschmerzen zurückkehrten, griff Panettiere nach eigener Darstellung zu Opioiden. In ihren Memoiren stellte sie einen direkten Zusammenhang zwischen den wiederkehrenden Beschwerden und ihrem Medikamentenkonsum her.

Opioide zählen zu den wirksamsten Schmerzmitteln und werden in den USA häufig nach Operationen oder schweren Verletzungen verordnet. Gleichzeitig stehen sie im Mittelpunkt einer landesweiten Gesundheitskrise: Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten wurden in den vergangenen Jahrzehnten von verschreibungspflichtigen Präparaten dieser Wirkstoffgruppe abhängig.

Besonders riskant ist laut Fachleuten die Einnahme hoher Dosen oder die gleichzeitige Verwendung von Alkohol. Beide Substanzen können die Atemfunktion dämpfen. Im Extremfall drohen Bewusstlosigkeit, ein Versagen der Atmung und letztlich der Tod – ein Szenario, das angesichts von Panettieres dokumentierter Doppelbelastung aus Opioidkonsum und Alkoholproblemen besondere Brisanz erhält.

Mehr als nur Schmerzmittel: Eine Spirale aus Pillen und Alkohol

Doch Panettieres Suchtproblematik ging weit über den Opioidkonsum hinaus. Schon als 15-Jährige habe sie sogenannte "Glückspillen" geschluckt, um bei Interviews energischer und selbstbewusster aufzutreten, wie sie in ihren Memoiren schilderte.

Einen besonders tiefen Einschnitt markierte die Geburt ihrer Tochter Kaya im Jahr 2014. Panettiere entwickelte eine schwere Wochenbettdepression. Nach der Entbindung habe sie zunächst kaum Emotionen empfinden können, beschrieb die Schauspielerin ihren damaligen Zustand.

Um den Alltag trotzdem zu bewältigen, suchte sie Zuflucht im Alkohol. "Ich griff zum Wein, was schließlich in einer Alkoholabhängigkeit mündete. So bewältigte ich meinen Alltag", schrieb Panettiere. Was als vermeintliche Bewältigungsstrategie gegen die postnatale Depression begann, wurde zu einer eigenständigen Suchterkrankung, die ihre ohnehin fragile gesundheitliche Situation weiter verschärfte.

Achtmonatiger Entzug – und am Ende doch der Tod

Im Jahr 2020 entschied sich Panettiere für einen radikalen Schritt und unterzog sich einer acht Monate dauernden Entzugstherapie. Auslöser war die unmissverständliche Warnung eines Arztes: Ihr Alkoholkonsum könne tödlich enden, wenn sie nicht grundlegend etwas an ihrem Lebensstil ändere.

Trotz dieser Bemühungen fand Panettieres Geschichte kein gutes Ende. Am vergangenen Sonntag wurde die 36-Jährige leblos in einer gemieteten Airbnb-Unterkunft in South Carolina entdeckt. Die Ermittlungsbehörden klären derzeit die genauen Todesumstände. Laut mehreren US-Medienberichten steht eine Überdosis als mögliche Ursache im Raum.

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