César Gastélum ist tot: TikTok-Star (24) während Livestream hingerichtet

Ein Livestream endet in einer unfassbaren Tragödie: Der mexikanische TikTok-Star César Gastélum wird auf offener Straße von bewaffneten Angreifern erschossen. Die Ermittler sprechen von einer gezielten Hinrichtung – und prüfen nun eine mögliche Verbindung zum brutalen Kartellkrieg.

Erstellt von - Uhr

Kerzen stehen in der Nähe der Stelle, an der César Gastélum, ein Social-Media-Influencer, getötet wurde. (Foto) Suche
Kerzen stehen in der Nähe der Stelle, an der César Gastélum, ein Social-Media-Influencer, getötet wurde. Bild: Aaron Ibarra/AP/dpa/dpa
  • TikTok-Influencer César Gastélum (24) während Livestream erschossen
  • Behörden gehen von einer gezielten Hinrichtung durch zwei Motorrad-Killer aus
  • Ermittler prüfen mögliche Verbindungen zum blutigen Kartellkrieg in Sinaloa

César Gastélum ist tot: Mexikanischer TikToker vor laufender Kamera erschossen

In der mexikanischen Stadt Culiacán ist der TikTok-Influencer César Gastélum im Alter von nur 24 Jahren während einer Live-Übertragung auf offener Straße erschossen worden. Zwei bewaffnete Männer auf einem Motorrad näherten sich dem Content-Creator und eröffneten gezielt das Feuer auf ihn. Die Sicherheitsbehörden des Bundesstaats Sinaloa stufen die Tat als gezielte Hinrichtung ein.

Weitere Nachrichten auf der Promi-Welt finden Sie am Ende des Artikels.

Mexiko-Präsidentin fordert schnelle Aufklärung – Täter weiter auf der Flucht

Die beiden Schützen sind weiterhin auf der Flucht. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, dass die Ermittlungen liefen, "um die Verantwortlichen festzunehmen und die Hintergründe zu klären". Die Tat ereignete sich im Nordwesten des Landes – einer Region, die seit dem Ausbruch eines erbitterten Kartellkriegs im Jahr 2024 von einer dramatisch gestiegenen Mordrate geprägt ist.

Die Killer kamen auf einem Motorrad

Zum Zeitpunkt der tödlichen Schüsse filmte sich Gastélum gemeinsam mit zwei Begleitern vor einem Fast-Food-Restaurant. Die drei hatten sich als Kuriere eines App-Lieferdienstes verkleidet – typischer Stoff für die humorvollen Alltagsvideos, mit denen der 24-Jährige seine mehr als 600.000 TikTok-Follower unterhielt. Auch auf der Streaming-Plattform Kick und weiteren Kanälen veröffentlichte er regelmäßig Beiträge über das Leben und die Esskultur in Sinaloa.

Dann näherte sich das Motorrad mit den beiden Bewaffneten. Die Schützen feuerten ausschließlich auf Gastélum – seine beiden Begleiter blieben unverletzt. In den letzten Sekunden der Aufnahme ist noch zu erkennen, wie der Influencer zu Boden sackt, bevor der Stream abrupt endet. Die verstörenden Bilder verbreiteten sich anschließend rasant in den sozialen Netzwerken.

Behörden prüfen mögliche Verbindung zum Kartellkrieg

Das Sicherheitskabinett der mexikanischen Regierung geht einem brisanten Verdacht nach: Einige von Gastélums Beiträgen sollen "auf eine Fraktion einer kriminellen Vereinigung angespielt" haben, wie die Behörde auf der Plattform X mitteilte. Genauere Details dazu blieben bislang aus.

Der Hintergrund macht die Spur plausibel. Sinaloa gilt als Geburtsstätte einiger der mächtigsten Drogenbarone Mexikos. Aktuell bekämpfen sich dort zwei rivalisierende Flügel des berüchtigten Sinaloa-Kartells. Seit dem Ausbruch dieses internen Machtkampfs im Jahr 2024 hat die Gewalt in der Region ein neues Ausmaß erreicht – und offenbar geraten zunehmend auch Social-Media-Persönlichkeiten ins Fadenkreuz der organisierten Kriminalität.

Neun tote Influencer seit 2024

Der Mord an Gastélum steht nicht für sich allein. Medienberichten zufolge wurden seit 2024 mindestens neun weitere Influencer in Sinaloa getötet. Bereits im Januar 2025 warfen Unbekannte aus einem Kleinflugzeug Hunderte Flugblätter über Culiacán ab, auf denen 25 Personen – darunter Influencer und Musiker – der Verwicklung in kriminelle Strukturen beschuldigt wurden. Konkret lautete der unbelegte Vorwurf, sie seien Teil eines Geldwäschenetzwerks zugunsten der Söhne des in den USA inhaftierten Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán. Gastélums Name tauchte auf diesen Zetteln allerdings nicht auf.

Einige der dort Genannten wurden später ermordet. Unter ihnen die 23-jährige Valeria Márquez, die im Mai 2025 während eines TikTok-Livestreams in ihrem Schönheitssalon im Bundesstaat Jalisco erschossen wurde. Ihr Ex-Freund ist laut Behördenangaben der Sohn des kürzlich verhafteten Drogenbosses Ramón Ángel Álvarez, alias R1.

Auch diese Promi-News sind einen Blick wert:

/news.de/dpa/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.