Laura Dahlmeier: Neue Details über gescheiterte Bergung des Biathlon-Stars

Vor einem Jahr nahm ein tragisches Bergunglück einer der größten deutschen Wintersport-Karrieren ein jähes Ende. Laura Dahlmeier starb mit nur 31 Jahren am Laila Peak in Pakistan. Ihre Familie musste akzeptieren, dass die Biathlon-Olympiasiegerin für immer in den Bergen bleiben wird. Jetzt sprechen ihre Mutter und Kletter-Legende Thomas Huber über den schweren Verlust.

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Laura Dahlmeier kam bei einem Bergunfall im Sommer 2025 ums Leben. (Foto) Suche
Laura Dahlmeier kam bei einem Bergunfall im Sommer 2025 ums Leben. Bild: picture alliance/dpa | Matthias Balk
  • Laura Dahlmeier starb am 28. Juli 2025 bei einer Klettertour am Laila Peak in Pakistan
  • Eine Bergung ihres Leichnams war wegen der extremen Bedingungen nicht möglich
  • Ihre Mutter Susi Dahlmeier und Thomas Huber erinnern an die Ausnahmeathletin und ihr Vermächtnis

Genau ein Jahr ist es her, dass die Biathlon-Welt eine ihrer größten Athletinnen verlor. Am 28. Juli 2025 kam Laura Dahlmeier bei einer Klettertour am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben. Die zweimalige Olympiasiegerin wurde beim Abstieg auf rund 5.700 Metern Höhe von herabstürzenden Felsbrocken getroffen und erlag ihren schweren Verletzungen. Sie wurde nur 31 Jahre alt. Eine Bergung der Verstorbenen war unter den extremen Bedingungen am Berg nicht möglich. Ihr Leichnam blieb am Laila Peak – und wird dort auch für immer bleiben. Zum ersten Todestag der gebürtigen Garmisch-Partenkirchnerin sprechen nun ihre Mutter Susi Dahlmeier und Kletter-Legende Thomas Huber über den Verlust, die gescheiterte Bergung und das Vermächtnis der Sportlerin.

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"Der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt"

Lauras Mutter Susi Dahlmeier hat für sich einen Weg gefunden, mit dem Verbleib ihrer Tochter am Berg Frieden zu schließen. Bei der feierlichen Einweihung des "Laura-Dahlmeier-Parks" in Garmisch-Partenkirchen Ende Februar dieses Jahres fand sie berührende Worte: "Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie." Für die Familie ist der Gedanke tröstlich, dass Laura an dem Ort ruht, der ihre größte Leidenschaft verkörperte. Die Berge waren für die Ausnahmesportlerin weit mehr als ein Hobby – nach dem Ende ihrer Biathlon-Karriere hatte sie sich dem Bergsteigen und Klettern mit voller Hingabe gewidmet.

Bergungsversuch von Laura Dahlmeier scheiterte an extremen Bedingungen

Lauras Vater Andreas Dahlmeier äußerte sich im Oktober 2025 erstmals öffentlich zum Tod seiner Tochter. Gegenüber dem "Spiegel" erklärte er: "Wir hätten Laura gern nach Hause gebracht. Aber es war nicht möglich, sie zu holen. Es war nach dem Unfall zu gefährlich." Auf Bitten der Eltern machten sich Kletter-Star Thomas Huber und der US-amerikanische Bergsteiger Tad McCrea im September 2025 auf den Weg zum Laila Peak. Die Verhältnisse vor Ort verhinderten zunächst ein Vordringen zur Unfallstelle. Als Huber schließlich den Unglücksort erreichte, war Dahlmeiers Leichnam dort nicht mehr auffindbar. Wie Andreas Dahlmeier dem "Spiegel" sagte: "Als Thomas noch mal an den Laila Peak ging, war sie nicht mehr auffindbar."

Emotionale Worte zum ersten Todestag

Zum ersten Jahrestag des Unglücks findet Kletter-Legende Thomas Huber emotionale Worte für seine verstorbene Weggefährtin. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte der 59-Jährige: "Es fühlt sich manchmal an, als wäre es erst gestern gewesen, und sie ist immer noch in unserem Leben, so präsent. Es ist wie so ein Echo, das nachhallt, ihre Stimme und das, was sie gesagt hat. Das sollte allen eigentlich Mut geben, das Leben zu leben."

In Dahlmeiers Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen hält man die Erinnerung an die Ausnahmeathletin lebendig. Ende Februar wurde dort der "Laura-Dahlmeier-Park" feierlich eingeweiht – ein Ort, an dem die Sportlerin unvergessen bleibt, auch wenn ihr letzter Ruheplatz für immer in den Bergen Pakistans liegt.

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