Kronprinz Haakon: Norwegen-Royals in Bedrängnis - sein beharrliches Schweigen sorgt für Unmut

Die norwegischen Royals kommen nicht zur Ruhe. Nicht nur Spekulationen um die Ehe von Kronprinz Haakon und Mette-Marit sorgen für Ärger im Palast. Auch das eiserne Schweigen des Monarchen zu den Epstein-Kontakten seiner Frau wird immer mehr zum Problem.

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Kronprinz Haakon (l-r), Prinzessin Ingrid Alexandra und Kronprinzessin Mette-Marit. (Foto) Suche
Kronprinz Haakon (l-r), Prinzessin Ingrid Alexandra und Kronprinzessin Mette-Marit. Bild: picture alliance/dpa/NTB | Ole Berg-Rusten
  • Kronprinz Haakon in der Kritik wegen Mette-Marits Epstein-Verbindung
  • Royal schweigt bei Pressekonferenzen und weicht Fragen zum Thema aus
  • Experten werfen Kronprinz Haakon Aussitz-Strategie vor

Obwohl Kronprinzessin Mette-Marit ihre frühere Verbindung zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bereits mehrfach öffentlich bedauert hat, kommt das norwegische Königshaus nicht zur Ruhe. Im Zentrum der anhaltenden Kontroverse steht nun zunehmend ihr Ehemann Kronprinz Haakon.

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Kronprinz Haakon in der Kritik wegen Mette-Marits Epstein-Verbindung

Wie aktuell das "Bunte"-Magazin berichtet, weicht der 52-Jährige Fragen zur Epstein-Affäre bei öffentlichen Terminen konsequent aus. Kritiker werfen dem Royal nun vor, bewusst auf Zeit zu spielen. Der politische Redakteur der "Aftenposten", Kjetil B. Alstadheim, formulierte es kürzlich so: "Es scheint, als sei die Strategie des Kronprinzen, dass die Leute es leid werden."

Doch mit Blick auf die bevorstehenden Anhörungen im norwegischen Parlament und laufende Untersuchungen zu Epstein-Kontakten werde das Thema nicht verschwinden. Alstadheim warnte, dass die Verweigerungshaltung das norwegische Königshaus dauerhaft unter Druck setzen könnte. Vom künftigen König werde schließlich mehr Rechenschaftspflicht erwartet.

Experten werfen Kronprinz Haakon Aussitz-Strategie vor

Auch der Royals-Experte Ole-Jørgen Schulsrud-Hansen ordnete die schwierige Situation für den Royal in einem "TV 2"-Bericht vom 23. April 2026 ein. Der Historiker erkennt beim Kronprinzen einen grundlegenden Rollenkonflikt: Haakon versuche, seine offiziellen Aufgaben von privaten Angelegenheiten zu trennen und den Fokus auf seine Termine zu lenken.

Norwegen-Royals in der Bredouille aufgrund von Mette-Marits Epstein-Verbindungen

Während norwegische Medien ihr hartnäckiges Nachfragen zu dem Thema bei öffentlichen Terminen verteidigen, halten andere die Debatte für übertrieben. Experten sehen den Thronfolger in einem schwierigen Spannungsfeld zwischen privater Loyalität und seiner Verantwortung als künftiger Monarch. Doch führende Journalisten mehrerer norwegischer Medien wiesen die Kritik an ihrer Berichterstattung entschieden zurück:

  • "TV 2"-Nachrichtenredakteurin Karianne Solbrække betonte, es gehe um grundlegende Fragen, die das Vertrauen in die Institution berührten und das "Monarchenpotenzial potenziell gefährdet".
  • "Aftenposten"-Redakteurin Tone Tveøy Strøm-Gundersen erklärte, dass reguläre Interviews mit dem Kronprinzen nicht stattfänden. Der direkte Kontakt bei öffentlichen Auftritten bleibe daher die einzige Möglichkeit zur Befragung.
  • "NRK"-Redakteur Ole Eivind Henden argumentierte, ausbleibende Antworten seien kein Grund, journalistische Nachfragen einzustellen.
  • "VG"-Redaktionsleiterin Emilie Hald Torp verwies darauf, dass zahlreiche schriftliche Anfragen unbeantwortet geblieben seien. Die öffentliche Konfrontation sei daher eine konsequente Fortsetzung der Arbeit im Sinne des öffentlichen Interesses.

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