Kurt Cobain: Neue Forensik-Analyse stellt Selbstmord-Theorie des Musikers infrage
Neue Analysen zum Tod von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain werfen Zweifel an der offiziellen Selbstmord-Version auf. Experten sprechen von möglichen Hinweisen auf ein Verbrechen und fordern Transparenz.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Forensiker vermuten Überdosis vor tödlichem Schuss bei Kurt Cobain
- Tatort und Patronenhülse werfen physikalische Fragen auf
- Abschiedsbrief von Kurt Cobain könnte nachträglich verändert worden sein
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Mehr als drei Jahrzehnte nach dem tragischen Tod von Nirvana-Frontmann Kurt Cobain beschäftigen sich Experten erneut mit einem der rätselhaftesten Fälle der Musikgeschichte. Offiziell gilt der Tod des Grunge-Idols als Selbstmord, doch neue Analysen werfen Fragen auf.
Private Forensiker stellen offizielle Version von Kurt Cobains Tod infrage
Ein US-amerikanisches Privatteam von Gerichtsmedizinern untersuchte laut "Bild" die alten Autopsie-Berichte und Tatortfotos. Unter ihnen der erfahrene Experte Brian Burnett (80), der auf Fälle spezialisiert ist, bei denen Drogen und Schussverletzungen zusammentreffen. Nach nur drei Tagen Untersuchung fiel sein klares Urteil: "Das war ein Mord." Die Forensiker vermuten, dass Cobain zunächst durch eine Heroin-Überdosis bewusstlos gemacht wurde, bevor der tödliche Schuss abgegeben wurde. Die Hypothese stützt sich auf Auffälligkeiten im Zustand der Organe.
Ungewöhnliche Befunde in Lunge, Gehirn und Leber
Besonders auffällig für die Gutachter sind Flüssigkeit in den Lungen, Blutungen in den Augen und Schäden an Gehirn und Leber. Nach Einschätzung der Experten sprechen diese Zeichen für einen langsamen Sauerstoffmangel, wie er bei einer Überdosis Heroin auftreten kann. "Die Nekrose von Gehirn und Leber sieht man bei einer Überdosis. Nicht bei einem sofort tödlichen Schrotflintenschuss", so Burnett. Darüber hinaus fehlen Hinweise darauf, dass ein Kopfschuss das Atemzentrum im Hirnstamm direkt zerstört hat, ein Detail, das nach Ansicht der Ermittler nicht zu einem sofortigen Suizid passt.
Merkwürdigkeiten am Tatort
Auch der Tatort wirft Fragen auf: Cobains Ärmel waren hochgekrempelt, das Heroin-Set lag sauber einige Meter entfernt, die Spritzen waren verschlossen und das Heroin gleichmäßig portioniert. Laut Burnett wirkt alles "aufgeräumt", also untypisch für einen Selbstmord unter Drogeneinfluss.
Auch der Abschiedsbrief wird neu betrachtet. Während der obere Teil den Eindruck eines Abschieds vom Musikgeschäft vermittelt, wirken die letzten Zeilen in krakeliger, größerer Schrift wie ein nachträglicher Zusatz.
Behörden halten an Suizid fest
Die offiziellen Stellen in Seattle sehen trotz der neuen Erkenntnisse keinen Grund, den Fall erneut aufzurollen. Der Gerichtsmediziner von King County und die Polizeibehörden bekräftigen: Der Tod von Kurt Cobain bleibt als Suizid klassifiziert. Die privaten Forensiker geben sich jedoch nicht zufrieden. Sie verlangen eine unabhängige, umfassende Überprüfung aller Beweise. Ihr Ziel: Klarheit darüber zu gewinnen, ob der Tod einer der größten Rocklegenden möglicherweise ein inszeniertes Verbrechen war.
Die Debatte über Cobains Tod hält damit auch 32 Jahre nach dem tragischen Ereignis an.
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mlk/news.de
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