Kai Wegner privat: Berlins Bürgermeister unter Druck - so lebt der CDU-Politiker

Kai Wegner ist in der CDU ein echtes Urgestein. Er lenkt die politischen Entscheidungen in Berlin als Bürgermeister. Doch er steht unter Druck. Wie tickt der gebürtige Berliner eigentlich privat?

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Kai Wegner (CDU) ist der regierende Bürgermeister von Berlin. (Foto) Suche
Kai Wegner (CDU) ist der regierende Bürgermeister von Berlin. Bild: picture alliance/dpa | Elisa Schu

Kai Wegner im Steckbrief:

  • Name: Kai Wegner
  • Geburtstag: 15. September 1972 in Berlin-Spandau
  • politisches Amt: Berliner Bürgermeister (seit 2023)
  • Partei: CDU
  • Frau: geschieden und getrennt; keine Angaben zum aktuellen Beziehungsstatus
  • Familie: drei Kinder

"Du, Berlin, wir müssen reden. Du kannst so wunderbar sein - aber wie du regiert wirst, so kann es nicht bleiben. Berlin, wähl dich neu. Für ein Berlin, das für alle funktioniert." Nach diesem auf Twitter geteilten Motto zog Kai Wegner in den Wahlkampf. Er wurde neuer Bürgermeister der Hauptstadt. Doch die Stimmung änderte sich. Der CDU-Politiker steht nach Vorwürfen unter Druck.

Kai Wegner ist Berliner durch und durch

Vordergründig liegt Kai Wegner Berlin am Herzen. Er sei Berliner "mit Herz und Seele", wie er auf seinerWebseite schreibt. Als Hauptstadtkind wuchs der 1972 geborene CDU-Politiker "in liebevollen Verhältnissen" mit seiner Mutter, einer Einzelhandelskauffrau und seinem Vater, einem Bauarbeiter auf.

Diesen Beruf erlernte CDU-Politiker Kai Wegner

Nachdem er in Spandau an der Oberschule seinen Abschluss machte, absolvierte er von 1993 bis 1994 seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe. Danach machte er eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann. Danach arbeitete er für eine Versicherung im Vertrieb, bevor er in einem Bauunternehmen als Mitglied der Geschäftsführung tätig wurde.

Die Karriere von CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner

Kai Wegner ist ein "Vollblut-Politiker". So bezeichnete ihn der rbb. Jede Veranstaltung und jeden Posten nimmt der gebürtige Berliner seit Jahren mit. Er fing schon früh an, auf der politischen Bühne Fuß zu fassen. In die CDU trat er bereits 1989 ein. Zunächst engagierte er sich bei der Jungen Union in Spandau und der Berliner Schüler Union. Von 2000 bis 2003 war er Landesvorsitzender der Jungen Union. Sandau blieb Kai Wegner verbunden. Seit 2005 ist er Vorsitzender der CDU Spandau. Laut seinem Lebenslauf war Kai Wegner Vorsitzender der Landesgruppe Berlin der CDU/CSU-Fraktion,Beauftragter der CDU/CSU-Fraktion für große Städte und baupolitischer Sprecher. Im Bundestag sitzt er 16 Jahre, Mitglied bis 2021. Dort war er im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie (2005 bis 2013) tätig. Im Abgeordnetenhaus saß er von 1999 bis 2005.

Kai Wegner unter Druck nach Stromausfall in Berlin

Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl kamen Lügen-Vorwürfe gegen Wegner auf. Bei dem Treffen der Kreisvorsitzenden mit dem Regierenden Bürgermeister und Spitzenkandidat Kai Wegner soll auch über die zunehmende Kritik an ihm gesprochen werden. Wegner steht unter anderem wegen falscher Angaben zu seinem Verhalten während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten Anfang Januar unter Druck.

Er wird unter anderem dafür kritisiert, ein Tennisspiel am ersten Tag des Stromausfalls zunächst verschwiegen und widersprüchliche Informationen zu seinem Krisenmanagement gegeben zu haben. Zum Teil musste er seine Angaben korrigieren. Auch unter den Kreisvorsitzenden gibt es Stimmen, die für Freitagabend eine Diskussion darüber erwarten, ob Wegner Spitzenkandidat der Partei bleiben soll.

Hintergrund der Debatten ist das Krisenmanagement Wegners am Tag des folgenreichen Anschlags auf die Berliner Stromversorgung am 3. Januar, in dessen Folge 100.000 Menschen teils tagelang keinen Strom mehr hatten.

Hat Kai Wegner nach der Trennung eine neue Freundin?

Sein Privatleben spielte anfangs in seiner politischen Karriere auch eine Rolle. Kai Wegner betonte immer wieder, dass er ein Familienmensch sei. Er hat drei Kinder. Von seiner ersten Frau Ina, mit der er einen Sohn hat, trennte er sich 2015. Das Paar ging aber im Guten auseinander. "Wir hatten eine sehr schöne Zeit. Ich bin meiner Frau unendlich dankbar. Ehen gehen aus unterschiedlichen Gründen auseinander. Ich werde aber immer für meine Familie da sein", zitiert die "Berliner-Zeitung" den CDU-Mann. Danach verliebte er sich erneut. Doch 2023 kam die Trennung. Mit seiner früheren Lebensgefährtin hat er zwei gemeinsame Kinder. 

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/hos/news.de/dpa

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