28.01.2021, 07.58 Uhr

TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer: "Bleiben Sie gesund!" Behörde schickt toter Tochter bizarren Brief

Ein Brief der Bundesregierung schockt TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer: Das Schreiben adressiert an seine Tochter Maximilia, die vor knapp drei Monaten gestorben ist. Darin ein Berechtigungsschein für FFP2-Masken.

Dr. Johannes Wimmer hat mit "Wissen ist die beste Medizin" seine eigene Sendung im NDR. Bild: © Foto: NDR/MedServation GmbH -

Ein Kind zu verlieren ist das schlimmste, was Eltern passieren kann. TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer musste sich im vergangenen November von seiner Tochter Maximilia für immer verabschieden. Im Alter von nur neun Monaten ist das Mädchen an ihrer Krebserkrankung gestorben. Nun sorgt ein Brief der Bundesregierung für Fassungslosigkeit bei dem 37-Jährigen.

Brief an tote Tochter! Dr. Johannes Wimmer geschockt von Behörden-Versagen

Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, erhielt Wimmer am Montag einen Brief der Regierung. Das Schreiben war an seine verstorbene Tochter adressiert. Darin der "Berechtigungsschein 1" für sechs Schutzmasken mit einer Eigenbeteiligung von zwei Euro zur Abholung in einer Apotheke. Aufgrund ihrer Behinderung wäre Maximilia für die FFP2-Masken berechtigt gewesen. Der Brief endet mit den Worten: "Bleiben Sie gesund. Ihre Bundesregierung." Doch das Kind ist seit knapp drei Monaten tot.

"Meine Frau und ich haben uns fassungslos angeschaut", sagte Johannes Wimmer gegenüber der "Bild"."Abgesehen davon, dass ich nicht verstehen kann, wie beim derzeit wichtigsten Thema in Deutschland so schlampig mit den Daten umgegangen wird, war es auch ein Stich in unser Herz."

"Mehr Pietät und Mitgefühl!" Behörden fordern Elterngeld zurück

Während die deutschen Behörden beim Versenden von Berechtigungsscheinen offenbar keinen Überblick über Verstorbene haben, waren sie beim Thema Geld äußerst präzise. "Schon zwei Wochen nach Maximilias Tod kam der erste Brief, dass Leistungen wie Kindergeld gestrichen seien", sagt Wimmer weiter. Außerdem wurde die Familie aufgefordert, dass "überbezahlte Elterngeld" zurückzuzahlen. Zwar könne der TV-Arzt das Verhalten der Behörden im Kern verstehen, dennoch wünsche er sich für Familien "mehr Pietät und Mitgefühl".

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bua/loc/news.de

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