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17.02.2020, 13.37 Uhr

König Karl von Württemberg: DIESE Liebe brach dem schwulen Monarchen das Herz

König Karl von Württemberg war zwar mit der russischen Zarentochter Olga Nikolajewna Romanowa verheiratet, doch das Herz des Monarchen gehörte in Wahrheit einem Mann. Die tragisch die Royals-Liebe endete, wird hier verraten.

Das Gemälde von Franz Xaver Winterhalter zeigt Olga Nikolajewna Romanowa, die 1892 verstorbene Ehefrau von König Karl I. von Württemberg, als junge Frau in einem Ballkleid. Bild: Harry Melchert / picture alliance / dpa

Wer glaubt, dass die Royals erst in den vergangenen Jahren mit Skandalen aufwarteten, der irrt gewaltig. Auch frühere Generationen der Blaublüter hatten so manch haarsträubendes Geheimnis parat. Das beste Beispiel dürfte König Karl von Württemberg sein, der von 1864 bis zu seinem Tod 1891 regierte.

Der dritte König von Württemberg, der seinen Vater König Wilhelm I. von Württemberg beerbte, war zwar mit Großfürstin Olga Nikolajewna Romanowa, der Tochter des russischen Zaren Nikolaus I., verheiratet, doch seine Homosexualität war ein offenes Geheimnis.

König Karl von Württemberg war schwul - und seine Ehefrau Olga wusste davon

Liebe war es nicht, als Kronprinz Karl von Württemberg 1846 heiratete. Die Hochzeit mit Großfürstin Olga, einer Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. und dessen Frau Alexandra, war arrangiert. Die Mutter der Zarin war eine Schwester seines Großvaters gewesen. Dem württembergischen Kronprinzen blieb nichts anderes übrig, als sich in sein Schicksal zu fügen.

Schwuler König von Württemberg verlor sein Herz an Freiherr Wilhelm von Spitzemberg

Seine wahren Gefühle konnte er jedoch nicht verbergen: König Karl von Württemberg liebte Männer. Seine erste Beziehung ging er mit dem Generaladjutanten Freiherr Wilhelm von Spitzemberg ein. Er sollte nicht der letzte Mann in seinem Leben bleiben. Nach ihm verschenkte er sein Herz an Richard Jackson, einem Sekretär des amerikanischen Konsulats.

Olga Nikolajewna Romanowa litt unter der Homosexualität ihres Mannes König Karl

1864 wurde der 41-jährige Karl schließlich zum König von Württemberg gekrönt. Seine Ehe war inzwischen seit 18 Jahren kinderlos. Olga wusste von der homosexuellen Neigung ihres Mannes und konnte sie nur schwer ertragen. Sie stürzte sich in die karitative Arbeit und übernahm im Gegensatz zu ihrem Mann viele Repräsentationsaufgaben. Schließlich adoptierte das Paar 1870 Olgas Nichte Wera. Sie hatte jedoch für die Thronfolge keine Bedeutung.

König Karl von Württemberg: Sein junger Liebhaber wurde immer einflussreicher

Die große Liebe fand Karl 1883 in Charles Woodcock. Der New Yorker war der persönliche Vorleser von Königin Olga. Trotz Altersunterschied von 27 Jahren war der König sofort hingerissen von dem 30-Jährigen. Karl von Württemberg wollte seine Liebe nicht verstecken. Er zeigte sich regelmäßig mit Charles in der Öffentlichkeit. Sie trugen sogar die gleiche Kleidung, um ihre Eintracht zu symbolisieren. Es war ein offenes Geheimnis, dass der König homosexuell war. In der europäischen Presse war immer wieder von seinen Affären zu lesen.

König Karl legte seinem Liebhaber Charles Woodcock die Welt zu Füßen

Der Amerikaner profitierte von der Liebesbeziehung. Charles Woodcock hatte Einfluss auf politische und personelle Entscheidungen von Karl. Der König ernannte seinen jungen Liebhaber erst zum Kammerherrn, dann zum Baron Woodcock-Savage. Außerdem überließ er seinem Günstling ein beträchtliches Vermögen.

Trauriges Schicksal! König Karl von Württemberg musste seine große Liebe aufgeben

Der Einfluss von Charles war der Oberschicht ein Dorn im Auge. Die Politiker, allen voran Ministerpräsident Hermann von Mittnacht, setzten den verliebten König massiv unter Druck. Vorübergehend überlegte er sogar, für seinen Freund abzudanken. Schweren Herzens entschied sich Karl aber für den Thron. Charles Woodcook musste 1890 das Land verlassen. Tief gekränkt erpresste er den König um eine Abfindung von 300.000 Mark. Vier Jahre später heiratete der gebürtige New Yorker eine Witwe mit vier Söhnen.

Liebeskummer von schwulem König Karl von Württemberg ist historisch verbrieft

Wie sehr Karl von Württemberg unter Liebeskummer litt, dokumentierte sein Arzt Dr. Fetzer in seinen Tagebüchern: "Der König klagt wieder über das Unglück, das Ihm und seinem Freund angetan worden sei, und gibt wieder seinen Ingrimm gegen alle diejenigen zu erkennen, welche gegen Ihn und Woodcook gewesen sind …"

Der König ging schließlich eine Beziehung mit einem Maschinenmeister des Hoftheaters ein. Die Liaison hielt bis zu seinem Tod zwei Jahre später. Bis zu seinem Ende dachte er jedoch an Charles. Und auch Woodcook konnte den Monarchen nicht vergessen. Er veröffentlichte 1906 Tagebucheinträge von Marie Antoinettes Zofe. Er widmete "A Lady in Waiting“ einer "edlen Seele, die er kannte, liebte und betrauerte" – nämlich König Karl von Württemberg.

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ADELSWELT/loc/news.de

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