Donald Trump: US-Präsident blamiert sich mit Anordnung - ein Detail macht alles zunichte
Kurz nach der krachenden Wahlniederlage hat Donald Trump seine dringlichste Amtshandlung gefunden: den Schutz seiner Goldverzierungen im Oval Office. Doch die Proklamation des US-Präsidenten wird ganz schnell zur Farce.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump will seine Goldverzierungen im Weißen Haus schützen
- Donald Trump will Veränderungen im Oval Office verhindern
- Donald Trumps Proklamation wird zur kompletten Farce
- Donald Trump setzt auf Prestigeprojekte statt Politik
Kurz nachdem die Wählerinnen und Wähler seiner Republikanischen Partei bei den Midterm-Wahlen eine unmissverständliche Abfuhr erteilt haben, hat Donald Trump, der die Wahlklatsche offenbar nicht kommen sah, eine bemerkenswerte Priorität gesetzt: Während im Weißen Haus die gegenseitigen Vorwürfe hochkochen sollen, erklärte der US-Präsident das Oval Office per Proklamation zum nationalen Monument.
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Donald Trump will seine Goldverzierungen im Weißen Haus schützen
Das Trump-Dokument erstreckt sich auf drei Bereiche: das Oval Office selbst, das vorgelagerte Outer Oval Office sowie das Kabinettszimmer. Zusammen sollen sie als Denkmal "für die Ewigkeit" unter Schutz stehen, wie der US-Präsident es formulierte.
- Es mutet beinahe bizarr an, was Videos beim Netzwerk X enthüllen: "Wir machen es zu einem nationalen Monument, und es wird von niemandem angefasst werden dürfen", verkündete Trump vor Journalisten.
Er meinte damit die goldverzierten Wände, Schmuckstücke und Dekorationselemente, mit denen er den Amtssitz nach seinem Geschmack umgestaltet hat. Statt sich den drängenden Lebenshaltungskosten zu widmen, die laut Nachwahlbefragungen maßgeblich zur Wahlniederlage beigetragen haben - und die der US-Präsident öffentlich als "Schwindel" abgetan hat -, wandte sich Trump einem seiner Prestigeprojekte zu.
Donald Trump will Veränderungen im Oval Office verhindern
Trump begründete seinen Schritt mit der Behauptung, es gebe Personen, die die Räumlichkeiten "abreißen" wollten – ohne jedoch auch nur den geringsten Beleg dafür zu liefern, dass irgendjemand derartige Absichten hegt. "Das Oval Office und das Kabinettszimmer sind sehr wichtige Räume", erklärte er und fügte hinzu, die Proklamation werde es "unmöglich machen, dass jemals jemand diesen unglaublichen Raum zerstört".
Besonders pikant: Der Präsident, der sich nun als Bewahrer historischer Räumlichkeiten inszeniert, ließ selbst den East Wing des Weißen Hauses ohne Genehmigung des Kongresses abreißen. Auch warnte er davor, jemand könnte etwa "etwas besseres Glas einsetzen" wollen - eine Veränderung, die er kategorisch ablehnt: "Wir werden das so lassen, wie es ist."
Donald Trumps Proklamation wird zur kompletten Farce
Doch wer die Proklamation genauer liest, stößt auf einen entscheidenden Passus: Künftigen Präsidenten bleibt es ausdrücklich gestattet, die Räumlichkeiten neu zu dekorieren, Möbel auszutauschen und betriebliche sowie sicherheitsrelevante Änderungen vorzunehmen, solange die historische Bausubstanz und der architektonische Charakter nicht wesentlich beeinträchtigt werden.
Im Klartext bedeutet das: Ein demokratischer Nachfolger im Weißen Haus könnte sämtliche goldenen Verzierungen und Schmuckstücke, die Donald Trump an den Wänden befestigen ließ, problemlos wieder entfernen. Mehr noch: Die gesamte Proklamation ließe sich per Federstrich aufheben.
Donald Trump setzt auf Prestigeprojekte statt Politik
Nach dem deutlichen Wahlergebnis steht Trump vor einer neuen Realität: Substanzielle demokratische Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses werden seine gesetzgeberischen Spielräume in der verbleibenden Amtszeit drastisch einschränken. Umso wahrscheinlicher ist es, dass der Präsident verstärkt auf Exekutivmaßnahmen wie die Denkmal-Proklamation zurückgreift, um seine Vorstellungen durchzusetzen.
Die Erklärung des Oval Office zum Monument fügt sich dabei in eine stetig wachsende Liste von Bauprojekten im Großraum Washington ein. Neben dem Ballsaal im Weißen Haus, den Trump Berichten zufolge nach sich selbst benennen will, zählen dazu auch Vorhaben rund um das Kennedy Center und das U.S. Institute of Peace. Besonders ambitioniert: ein geplanter Triumphbogen, der von einem Gericht aktuell mit einem Baustopp versehen wurde.
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