Pete Hegseth: Wirbel um Amtsenthebung - Trumps Kriegsminister tobt nach Ultimatum

Muss der US-Präsident die Reißleine ziehen? Ein Republikaner stellt Donald Trumps Kriegsminister ein Ultimatum - Rücktritt oder Amtsenthebung. Derweil sollen hochrangige Militärs im Geheimen bereits belastendes Material gegen Pete Hegseth gesammelt haben.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Pete Hegseth könnte das Aus als US-Verteidigungsminister drohen. (Foto) Suche
Pete Hegseth könnte das Aus als US-Verteidigungsminister drohen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Getty Images via AP | Ezra Acayan
  • Pete Hegseth könnte Amtsenthebungsverfahren drohen
  • Pete Hegseth tobt in Video wegen möglicher Amtsenthebung
  • Pete Hegseth soll Trump knappe Raketenvorräte verheimlicht haben
  • Zieht Donald Trump die Reißleine bei Pete Hegseth?

In Washington spitzt sich die Lage für Pentagon-Chef Pete Hegseth (46) dramatisch zu. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie, ein langjähriger Widersacher von US-Präsident Donald Trump, hat dem Kriegsminister ein klares Ultimatum gestellt: Entweder tritt Hegseth freiwillig ab - oder es folgt ein Amtsenthebungsverfahren. Bereits vor den verlorenen Zwischenwahlen war intern angeblich über eine Ablösung Hegseths spekuliert worden.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Pete Hegseth könnte Amtsenthebungsverfahren drohen

Nach dem Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen, der Donald Trump einem Bericht zufolge regelrecht erstarren ließ, verfügt Massie jetzt über mächtige Verbündete, die sein Vorhaben stützen könnten. Demokraten-Fraktionschef Hakeem Jeffries drängt ebenfalls auf eine Ablösung des umstrittenen Ministers. Bereits in der kommenden Woche könnte der Kongress über die gegen Hegseth formulierten acht Anklagepunkte abstimmen. Damit droht dem ehemaligen "Fox News"-Kommentator der bislang schwerste politische Angriff seit seinem Amtsantritt - und ausgerechnet der heftigste Vorstoß kommt aus der eigenen Partei.

Pete Hegseth tobt in Video wegen möglicher Amtsenthebung

Die acht Anklagepunkte wurden bereits im September schriftlich festgehalten. Sie umfassen unter anderem die Führung des Iran-Kriegs ohne parlamentarische Genehmigung, den Tod von Zivilisten, tödliche Einsätze gegen mutmaßliche Drogenschmuggler sowie die US-Kommandoaktion in Venezuela und Luftangriffe im Jemen.

Hegseth selbst zeigt sich unbeirrt - in einem Social-Media-Video wies er die Anschuldigungen zurück und wetterte gegen Massie. Eine Amtsenthebung habe bei Präsident Trump nicht funktioniert, sie werde auch bei ihm nicht gelingen, tobte er.

Sein Sprecher erklärte in der Vergangenheit stets, der Minister wolle die Streitkräfte bis zum Ende von Trumps Amtszeit führen. Doch hinter den Kulissen sieht es offenbar anders aus: Trump soll seine Berater vor wenigen Tagen gefragt haben, ob er den als überfordert geltenden Pentagon-Chef entlassen solle. Öffentlich betonte der Präsident hingegen weiterhin, Hegseth leiste einen "tollen" Job.

Pete Hegseth soll Trump knappe Raketenvorräte verheimlicht haben

Eine mögliche Amtsenthebung könnte weitere brisante Details ans Licht bringen. Der Armee-Veteran sorgte im Verteidigungsministerium mit massenhaften Personalentlassungen für Unruhe und forderte von seinen Untergebenen kompromisslosen Kampfgeist. Kritischen Journalisten verwehrte er den Zugang zum Pentagon. Besonders heikel: Hegseths Ehefrau Jennifer Rauchet soll regelmäßig an vertraulichen Besprechungen teilgenommen haben. Zudem wird dem Minister vorgeworfen, Trump verheimlicht zu haben, dass während des Iran-Kriegs die Raketenvorräte zur Neige gingen.

All diese Punkte dürften bei einem Amtsenthebungsverfahren für zusätzlichen Zündstoff sorgen und den Druck auf den ohnehin angeschlagenen Pentagon-Chef weiter erhöhen.

Zieht Donald Trump die Reißleine bei Pete Hegseth?

Noch explosiver könnte jedoch Material werden, das offenbar seit Monaten im Verborgenen zusammengetragen wird. Laut "Daily Mail" sollen hochrangige Militärs im Pentagon systematisch belastende Unterlagen gesammelt haben - darunter E-Mails, interne Vermerke, Gesprächsnotizen und Listen potenzieller Zeugen. Diese sogenannten Pentagon Files sollen in drei voneinander getrennten Sammlungen an unterschiedlichen Orten unter Verschluss gehalten werden. Im Falle eines Amtsenthebungsverfahrens könnte dieses Material zur entscheidenden Waffe gegen Hegseth werden.

Die zentrale Frage lautet nun: Wie lange wird Trump an seinem umstrittenen Verteidigungsminister festhalten, bis er die Reißleine zieht - angesichts eines drohenden Impeachments und der Gefahr weiterer peinlicher Enthüllungen?

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.