US-Zwischenwahlen: Bessere Chancen für Demokraten auf Senatssitz in Michigan

Am Wahltag zeigen sich Analysten mit Blick auf das Senatsrennen in Michigan optimistischer. Die Neubewertung wirkt sich auch auf die Siegeschancen insgesamt aus.

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Trotz eines ungewöhnlichen politischen Schulterschlusses in Michigan rechnen Analysten beim Rennen um einen Senatssitz des US-Bundesstaates mit besseren Siegeschancen für die Demokraten. Laut dem auf Wahlanalysen spezialisierten Portal "Cook Political Report" zeichnete sich zuletzt eine Tendenz zugunsten des linken Politikers Abdul El-Sayed ab. Dieser tritt gegen Republikaner Mike Rogers bei den Midterms an und will in den Senat in der US-Hauptstadt Washington einziehen. Bislang hatten die Experten zwischen beiden Politikern ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.

Nur wenige Tage vor den US-Parlamentswahlen hatte sich die demokratische Abgeordnete Haley Stevens überraschend für Rogers ausgesprochen. Das Manöver war zuvor als Zerreißprobe für die Demokraten gewertet worden. Dass El-Sayed nun bessere Siegeschancen eingeräumt werden, verblüfft.

Stevens hatte ihrem Parteikollegen El-Sayed eine von Hass geprägte Kampagne vorgeworfen und kritisiert, dass er mit umstrittenen Persönlichkeiten wie dem linken Streamer Hasan Piker kooperiere. Daher befürworte sie die Kandidatur des Republikaners Rogers. Zuvor war Stevens bei einer parteiinternen Vorwahl gegen El-Sayed gescheitert.

Das ist der Grund für die Neubewertung

Die Entscheidung für die Neubewertung habe bereits vor der überraschenden Wahlempfehlung von Stevens gefallen, kommentierte Jessica Taylor vom "Cook Political Report". Dabei seien neueste Umfragen ausgewertet worden, die für El-Sayed einen leichten Vorsprung sehen. Der Schulterschluss zwischen Stevens und Rogers hingegen sei zu spät erfolgt, um das Rennen noch stark zu beeinflussen.

Mit der Neukategorisierung des Senatsrennens in Michigan sieht der "Cook Political Report" nur noch sechs Wahlen, bei denen keine Partei einen entscheidenden Vorteil hat. Dazu zählen Alaska, Iowa, Kansas, Maine, Ohio und Texas. Alle sechs Sitze waren bislang in republikanischer Hand.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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