Dramatische Wahl in Israel: Opposition: Öffentlichkeit hat Netanjahu abgewählt

Netanjahus Likud-Partei wurde zwar laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament, kommt aber mit ihren Partnern nicht auf eine Mehrheit. Die Opposition sagt, seine Regierung sei damit "gefeuert".

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Die israelische Opposition wertet das Wahlergebnis als Niederlage des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, obwohl dessen Likud-Partei laut Prognosen stärkste Kraft im Parlament geworden ist. Das Lager mehrerer Parteien verfehlte aber den Prognosen führender TV-Sender zufolge die absolute Mehrheit und kam nur auf 50 von 120 Sitzen im Parlament. Nach der Wahl vor vier Jahren hatte Netanjahu eine Koalition gebildet, die über 64 Sitze verfügte.

Oppositionsführer Jair Lapid sagte nach Angaben eines Büros: "Lasst euch von niemandem verwirren: Der Netanjahu-Block hat eine vernichtende Niederlage erlitten." Er sprach von einem "totalen Kollaps", die Öffentlichkeit habe Netanjahus Lager "nach Hause geschickt".

Der Vorsitzende der linksliberalen Demokraten, Jair Golan, sagte ebenfalls, die Öffentlichkeit habe "die Netanjahu-Regierung gefeuert". Es gebe nun eine "historische Gelegenheit, eine Regierung des echten Wandels in Israel" zu bilden.

Auch das Lager der Parteien um Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, der als wichtigster Rivale Netanjahus galt, verfehlte aber laut den Prognosen ebenfalls eine absolute Mehrheit im Parlament. Die Regierungsbildung und wer den künftigen Ministerpräsidenten stellen wird, war daher noch völlig ungewiss.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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