Konflikte: Wadephul mahnt Israel zur Einhaltung des Völkerrechts

Nach dem tödlichen Angriff bei Hebron stellt Netanjahu eine Abriegelung des Westjordanlands in Aussicht. Außenminister Johann Wadephul verurteilt die Tat – und appelliert zugleich an Israel.

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Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf der Botschafterkonferenz (Archivbild). (Foto) Suche
Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf der Botschafterkonferenz (Archivbild). Bild: picture alliance/dpa | Lilli Förter

Außenminister Johann Wadephul mahnt Israel mit Blick auf die angekündigte Abriegelung des Westjordanlands zur Einhaltung des Völkerrechts. "Natürlich ist die Sicherheit Israels vor dem Terror der Hamas von entscheidender Bedeutung", sagte der CDU-Politiker in Istanbul.

"Gleichzeitig verfolgen wir die Zuspitzung der Lage im Westjordanland in den vergangenen Monaten schon mit tiefer Besorgnis", sagte Wadephul. Israel sei völkerrechtlich verpflichtet, auch die Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser zu wahren und zu schützen. "Diesen Verpflichtungen muss konsequent nachgekommen werden."

Zwei tote israelische Soldaten durch Angriff

Nach einem Angriff im Westjordanland mit zwei getöteten Soldaten kurz vor der Parlamentswahl in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Abriegelung des Palästinensergebiets in Aussicht gestellt. Gemeint ist, dass alle Übergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen werden. Der Ankündigung war ein Angriff mit Schusswaffen in der Nähe von Hebron im Westjordanland am Morgen vorausgegangen. Dabei wurden Militärangaben zufolge zwei Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Die zwei mutmaßlich palästinensischen Täter aus Hebron wurden getötet.

Wadephul verurteilte "diesen schrecklichen Angriff". Seine Gedanken seien bei Betroffenen und Angehörigen. "Es darf den Terroristen nicht gelingen, durch ihre Taten weiteren Hass zu schüren und die Situation insgesamt weiter zu eskalieren."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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