Johann Wadephul: Wadephul: Keine substanzielle Abnahme der US-Hilfe für Kiew
Der ukrainische Präsident beklagt, dass es keine Warnhinweise Verbündeter vor russischen Raketenangriffen gegeben habe. Auch Starlink soll gedrosselt worden sein. Steckt eine Taktik dahinter?
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Außenminister Johann Wadephul geht nicht davon aus, dass die USA nach jüngsten Vorhaltungen von US-Präsident Donald Trump gegen seinen ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj ihre Unterstützung für das von Russland angegriffene Land zurückgefahren haben. "Ich erkenne nicht, dass es eine substanzielle Verringerung der amerikanischen Unterstützung für die Ukraine gibt", sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seiner bulgarischen Kollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa in Berlin. Er gehe fest davon aus, dass die USA die Ukraine weiter wie bisher unterstützten.
Kiew war in der Nacht erneut von ballistischen Raketen aus Russland getroffen worden - auch diesmal habe es keine Warnung der Verbündeten gegeben, beklagte Selenskyj, ohne die USA konkret zu nennen. Die US-Regierung bestritt Vorwürfe, wonach militärische Informationen nicht mehr mit der Ukraine geteilt würden. Das Umfeld Selenskyjs warf dem Betreiber des US-Satelliteninternetsystems Starlink zudem vor, für die ukrainische Armee wichtige Dienste zu drosseln. Das habe zum Scheitern einiger militärischer Missionen geführt, teilte Präsidentenberater Serhij Beskrestnow mit.
Wadephul: Ukraine und Europa gesprächsbereit gegenüber Moskau
Er könne diese Angaben nicht verifizieren, man sei im Gespräch mit der Ukraine, sagte Wadephul. Die USA würden richtigerweise sehr darauf drängen, dass Gespräche zwischen Russland und der Ukraine stattfänden. Der Kurs Europas sei klar: Man stehe vollständig an der Seite der Ukraine und wolle alles dafür tun, dass solche Gespräche möglichst schnell stattfinden könnten. An Gesprächsbereitschaft auf der Seite der Ukraine und Europa mangele es nicht.
Trump hatte kürzlich erklärt, er glaube, dass Putin eine Einigung über eine Waffenruhe erzielen wolle - und man Selenskyj dazu bringen müsse, das ebenfalls zu wollen. Er glaube, dass Putin mehr als Selenskyj daran interessiert sei, einen Deal zu machen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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