Tag der Deutschen Einheit: Bovenschulte: Wie die Einheit sein Leben veränderte

Plötzlich öffneten sich Wege, die vorher kaum oder nicht möglich waren. Der amtierende Bundesratspräsident hat prägende persönliche Erinnerungen an die Zeit rund um den 3. Oktober 1990.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Seine damalige Partnerin habe viel Verwandtschaft in der damaligen DDR gehabt, erklärte er. "Und die konnten wir natürlich vorher nicht besuchen oder nur ganz, ganz ausnahmsweise." Er erinnere sich noch genau, wie häufig sie in der Zeit nach der Wiedervereinigung nach Mecklenburg-Vorpommern und Berlin fuhren und zum Beispiel auf der Insel Poel Urlaub machten. Diese Möglichkeiten habe es vorher nicht gegeben. "Insofern hatte das richtig sofort greifbare Auswirkungen auch aufs eigene Leben."

Die Zeit rund um den Mauerfall und die Wiedervereinigung habe er als bewegte Zeit erlebt, sagte der SPD-Politiker. Politisch habe er sich sehr dafür interessiert. Statt eines Beitritts Ostdeutschlands hätte er damals aber eine neue gesamtdeutsche Verfassung besser gefunden. "Das war damals meine Position." Aber so sei es nicht gekommen.

Zusammenhalt als Kern der Einheit

Bei den anstehenden Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit geht es aus Sicht von Bovenschulte vor allem um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das sei letztendlich der Kern von Einheit, sagte der Politiker. Er freue sich auf das Fest in Bremen. "Da soll im Mittelpunkt stehen: Ganz viele Menschen kommen zusammen und haben zusammen eine gute Zeit." Von Freitag an werden Menschen aus allen Bundesländern in der Hansestadt erwartet. "Das soll sozusagen ein Tag der gelebten deutschen Einheit sein", so der Bürgermeister.

Bovenschulte ist amtierender Präsident des Bundesrates, Bremen ist in diesem Jahr daher Gastgeber der offiziellen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit. Die Feierlichkeiten stehen unter dem Motto "Viele Stärken - Ein Land". Zum offiziellen Festakt am Samstag werden viele Politiker und Politikerinnen erwartet - darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU).

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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